Halberstadt l Die Wahlergebnisse sind amtlich. Ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung stellten gestern Abend die Mitglieder des Stadtwahlausschusses die Ergebnisse der Stadtratswahl sowie die der Wahlen zu den sieben Ortschaftsräten fest.

Dieter Krone begrüßte die Beisitzer, die aufmerksam seinen Erläuterungen folgten und kaum Fragen zu den einzelnen Wahlergebnissen hatten. Neun der zwölf von den Ratsfraktionen bestimmten Mitglieder des Ausschusses waren anwesend und bestätigten Stimmenauszählung und Sitzverteilung für den neuen Stadtrat und die neuen Ortschaftsräte. Krone, der vom Rat in die ehrenamtliche Funktion des Stadtwahlleiters berufen worden war, erläuterte noch einmal, warum künftig in Athenstedt nur fünf der sieben möglichen Sitze im Ortsrat besetzt sein werden. Da nur Einzelbewerber angetreten waren und Ralf Barthel so viele Stimmen auf sich vereinte, dass er drei Sitze hätte beanspruchen können, bleiben zwei leer. "Bei einer Liste hätte noch ein weiterer Bewerber einziehen können, aber bei Einzelpersonen geht das nicht", erklärte Krone. Ähnlich gelagert sei der Fall in Ströbeck, wo die SPD zwei Bewerber auf ihrer Liste stehen hatte, aber dank der Zugkraft von Jens Müller drei Mandate hätte erzielen können. So bilden künftig acht statt neun Ströbecker den Ortschaftsrat.

Nach der Abstimmung und der Unterschrift jedes Beisitzers unter die Wahlprotokolle beginnt nun die Vorbereitung der neuen Legislaturperiode. Zum einen wird jeder der Kandidaten, die aufgrund der persönlich erreichten Stimmenzahl beziehungsweise die ihrer Liste in den Stadtrat einziehen, von Dieter Krone angeschrieben. "Ich frage, ob Sie das Mandat annehmen oder aus persönlichen Gründen vielleicht doch nicht. Dann kann gleich der nächstfestgestellte Bewerber in den Rat einziehen", erläuterte Krone. Also der, der dann die nächsthöchste Stimmenzahl auf sich vereint. Auch die sind vom Wahlausschuss bestätigt worden.

Der Halberstädter Stadtrat wird sich am 10. Juli konstituieren. Vorher aber werden einige Parteien untereinander das Gespräch suchen und auch diejenigen ansprechen, die als Einzelpersonen in den Rat einziehen. Schließlich geht es darum, welche Fraktionen künftig im Rat arbeiten und wieviele Mitglieder die jeweilige Fraktion dann hat. "Auf der Mitgliederzahl der Fraktionen basiert die Verteilung der Ausschusssitze, die jeder Fraktion zusteht. Ein Abgeordneter außerhalb einer Fraktion kann kein stimmberechtigtes Ausschussmitglied sein", erläuterte Krone.