99 Feuerwehrleute aus 16 Ortsfeuerwehren der Stadt Osterwieck haben am Freitagabend in Schauen die Fluthelfernadeln des Landes für ihren Hochwassereinsatz 2013 erhalten.

Stadt Osterwieck l Besser spät als nie. Fast eineinhalb Jahre liegt das Hochwasser an Elbe und Saale zurück. Doch die Stadt hatte erst Ende September die Fluthelfernadeln zugeschickt bekommen. Mit 99 Frauen und Männern war hier die Helferschar besonders groß gewesen.

Doch nicht wenige Helfer hätten auf die Nadel gern verzichtet, wenn das Land das Geld für deren Herstellung in den Hochwasserschutz oder neue Feuerwehrtechnik gesteckt hätte. Das wissen auch Stadtwehrleiter Frank Kenzig und Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse. Sie stellten besonders die Geste heraus, dass für die Einsatzkräfte extra eine Feierstunde organisiert wurde und diese mit Familie Schünemann aus Osterwieck, der Harzparkasse und den Halberstadtwerken durch drei Sponsoren finanziert werden konnte. "Dieser warmherzige und ehrliche Dank ist mehr wert als irgendwelche Medaillen", betonte Lohse. Das galt ebenso für Bürgermeisterin Ingeborg Wagenführ (Buko), der es wie Frank Kenzig wichtig war, den 99 Einsatzkräften nochmal persönlich Dank zu sagen.

Immerhin 5625 Stunden waren im Juni 2013 in fünf Einsätzen geleistet worden. Diese führten die Kameraden nach Halle, Calbe/Saale, Magdeburg und die Altmark. Mit Peter Stiewitt, dem Dardesheimer Ortswehrleiter, und Stadtwehrleiter Frank Kenzig aus Wülperode hatten sogar zwei Kameraden alle fünf Einsätze bestritten. Für jeden waren das 198 Stunden, betonte die Bürgermeisterin.

"Die Bereitschaft war noch weitaus größer", erinnerte sie. Die Berßeler und Osterwiecker Feuerwehr wurde aber nicht in die Hochwassergebiete geschickt, damit der Brandschutz auch vor Ort noch gewährleistet werden konnte.

Wagenführ dankte nicht zuletzt den Arbeitgebern, die die Einsatzkräfte freigestellt hatten. Stellvertretend nannte sie die Firmen HTO in Osterwieck, Schauener Dachbau und Behnke in Bühne. "Das ist bei kleinen Firmen nicht so einfach."