Im Kalksteinbruch Hoppenstedt ist die Hinweistafel des Geoparks erneuert worden. Sie enthält nun auch Informationen auf englisch über den geologisch aufschlussreichen Ort.

Hoppenstedt l Man kann den Kalksteinbruch am Kleinen Fallstein bei gutem Wetter sogar vom Brocken aus erkennen. Das rote und weiße Gestein hebt sich am Horizont deutlich ab. Unter Fossiliensammlern ist der Steinbruch schon seit Jahrzehnten bekannt, wenngleich das Sammeln nur am jährlich veranstalteten Tag des Geotops erlaubt ist. Dann kommen extra Fachleute vom Magdeburger Museum für Naturkunde vor Ort. Der Hoppenstedter Steinbruch gilt als einer der besten Aufschlüsse von Gesteinsschichten aus der Zeit der Oberkreide in Sachsen-Anhalt. Dort, wo heute die Hinweistafel steht, befand sich in der Kreidezeit vor etwa 85 Millionen Jahren der Meeresboden. Was die versteinerten Kopffüßler, Seeigel und Schnecken erklärt.

Besucher sind das ganze Jahr über im Kalksteinbruch, sagt der Hoppenstedter Lars Dörge. Seiner Familie gehört der ehemalige Bahnhof, an dem seit diesem Jahr ein Wanderparkplatz besteht. Sogar Busse halten hier. Mehrere Hoppenstedter sorgen ehrenamtlich dafür, dass der Wanderweg vom Parkplatz zum Steinbruch fünfmal im Jahr gemäht wird.

Lars Dörge übernahm das Anschrauben der Informationstafel, die der Regionalverband Harz erneuern ließ. Das alte Exemplar war nach zehn Jahren verwittert. Regionalverband-Mitarbeiterin Isabel Reuter berichtete, dass die Tafel auch inhaltlich überarbeitet wurde.

Seit 2002 besteht der Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen, um die geologische Vielfalt dieser Region zu verdeutlichen. Darin eingebettet sind 19 Landmarken. In die Landmarke 14 mit dem Kloster Huysburg als Namensträger ist der Kalksteinbruch Hoppenstedt als Geopunkt 2 eingebettet.

Die Hoppenstedter, Osterwiecker und auch Hornburger haben bis zum Frühjahr mit dem Kleinen Fallstein aber noch mehr vor. "Wandern verbindet" heißt das länderübergreifende Projekt für diesen Landstrich, bei dem ein Wanderwegenetz ausgeschildert wird. Einige Meter Weg sind dabei noch zu bauen, um vor allem Verbindungen von Hoppenstedt auf den Kamm des Kleinen Fallsteins zu schaffen. Der Kalksteinbruch spielt dabei ebenso wie die nur wenige hundert Meter entfernt wachsenden Adonisröschen eine herausragende Rolle.