Der Bau- und Finanzausschuss der Stadt Schwanebeck hat sich mit der Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses im Ortsteil Nienhagen befasst. Aktuell fährt das der Stadt gehörende Gebäude ein jährliches Minus ein. Neue Ideen sollen hier für eine Besserung der Einnahmesituation sorgen.

Schwanebeck/Nienhagen l Als einen von vielen Punkten brachte der Vorsitzende des Bau- und Finanzausschusses der Stadt Schwanebeck, Lutz Gnade (CDU), die Lage bei der Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses in Nienhagen vor. "Wir haben hier jedes Jahr ein deutliches Minus zu verzeichnen", sagte er. "Es besteht Handlungsbedarf, daran etwas zu ändern."

Im Vorfeld der Sitzung hatte er Kontakt zu Simone Schuldt, parteiloses Mitglied im selben Ausschuss, aufgenommen. "Bereits bei der Tagung des Hauptausschusses kam der Gedanke auf, speziell den Saal künftig besser zu vermarkten", erläuterte Gnade. In einem Gespräch hatte sich Simone Schuldt spontan bereit erklärt, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Die Nienhagenerin sei schließlich die Leiterin des Puppenmuseums, das weit über die Harzregion bekannt ist. Ein zentraler Anlaufpunkt sei bei ihr nahezu ideal gelegen. "Simone Schuldt und ihre Familie haben in Jahren mühevoller Arbeit ein echtes Aushängeschild für den Ort geschaffen", sagte Gnade weiter. "Sie hat Organisationsgeschick und Geschäftssinn bewiesen." Das seien gute Voraussetzungen, um in Zukunft auch die Vermarktung des Dorfgemeinschaftshaues besser in den Griff zu bekommen. Die Leiterin des Puppenmuseums solle künftig auch von der Stadt dabei unterstützt werden.

Simone Schuldt erklärte sich bereit, die Position künftig zu übernehmen. Sie war bereits auf die Fragen der Ausschussmitglieder vorbereitet und präsentierte den Versammelten erste Gedanken zur künftigen Verfahrensweise. "Ich habe mich mit den Verhältnissen im Haus bekannt gemacht", versicherte sie und machte sofort einige Vorschläge: Empfehlenswert sei die Anschaffung von einigen Kaffeemaschinen. Eine Spülmaschine solle ebenfalls nicht fehlen. "Vielen Bewohnern der Nachbarorte ist kaum bekannt, dass man den Saal auch privat anmieten kann", sagte sie. Künftig könne sie die Schlüsselgewalt übernehmen und sei auch über das Puppenmuseum gut zu erreichen. Bisher sei es eher schwierig, an den Schlüssel zu gelangen.

"Angesichts der Kosten ist es unumgänglich, die Vereine künftig daran zu beteiligen. Darauf hatten wir uns schon verständigt. Eine Nutzung zum Nulltarif ist einfach nicht mehr möglich."

Stadtrat Sebastian Gerloff

Der als Gast anwesende Stadtrat Sebastian Gerloff (CDU) bat darum, die bereits getroffenen Überlegungen des Hauptausschusses zu berücksichtigen, wenn dem Stadtrat dann später ein Nutzungskonzept vorgelegt werde. "Angesichts der Kosten ist es unumgänglich, die Vereine künftig daran zu beteiligen", brachte er vor. "Darauf hatten wir uns schon verständigt. Eine Nutzung zum Nulltarif ist einfach nicht mehr möglich." Dem stimmten etliche Ausschussmitglieder zu.

Erste Schritte in diese Richtung werden bereits heute unternommen. Der Ausschussvorsitzende Lutz Gnade und Simone Schuldt beraten sich schon am heutigen Tag zu diesem Thema. "Es geht darum, Ideen auszutauschen", sagte Gnade. "Diese wollen wir in ein Konzept einarbeiten und es dann dem Stadtrat vorstellen. Dieser muss letztendlich darüber entscheiden." Dazu gehöre auch die Überarbeitung der derzeitigen Nutzungs- und Mietverträge. "Die Bürger sollten übersichtliche Verträge präsentiert bekommen, wenn sie den Saal anmieten", fügte er hinzu.

 

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