Die Benefizveranstaltung für die Sanierung des Turms der Petrikirche in Schwanebeck hat am Sonntag zahlreiche Besucher angelockt. Die Veranstalter vom Heimatverein und der Evangelischen Kirchengemeinde zeigten sich mit dem Zuspruch sehr zufrieden.

Schwanebeck l Schon zum Auftakt, der mit einem Gottesdienst in der Schwanebecker Petrikirche erfolgte, füllte sich das Gotteshaus mit Besuchern. Derweil legten Vereinsmitglieder und Gewerbetreibende letzte Hand an den Ständen vor der Kirche an. Nach etwa einer Stunde präsentierte diese sich bestens vorbereitet den Gästen, die aus dem Gotteshaus strömten. Unter ihnen waren auch zahlreiche Kommunalpolitiker, wie die CDU-Landtagsabgeordnete Frauke Weiß, Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Ute Pesselt (Buko) und der stellvertretende Bürgermeister Benno Liebner (Freie Wähler Nienhagen). Letzter lobte die hohe Präsens der Stadträte. "Es ist schön, zu sehen, dass der Benefizgedanke fraktionsübergreifend aufgenommen worden ist", sagte er. "Die Sanierung eines Wahrzeichens der Stadt geht uns alle an." Auch Bürgermeisterin Christina Brehmer (Die Linke) besuchte am Nachmittag die Veranstaltung.

Ute Pesselt nutzte die Gelegenheit, um die Vertreter des neu gegründeten Kinder- und Jugendvereins der Stadt (Volksstimme berichtete) aufzusuchen. Die Vorsitzende, Mandy Müller, erläuterte ihr sogleich die Anliegen der Vereinsmitglieder. Die Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin zeigte sich durchaus angetan von so viel ehrenamtlichem Engagement.

Die Besucher schlenderten vergnügt über den Hof der Petrischule und ließen sich mit kulinarischen Leckereien verwöhnen. Die Kinder tobten ausgelassen auf einer Hüpfburg oder drehten am Glücksrad des Heimatvereins. Überall gab es für sie kleine Preise zu gewinnen. Benno Liebner versuchte sich am Stand des Kinder- und Jugendvereins beim Zielwerfen mit einem nassen Schwamm. Als "lebende Zielscheibe" stellte sich Vereinsmitglied Andreas Schossig zur Verfügung. Sehr zum Gaudi der Beobachter saß gleich der erste Wurf. Der nun pudelnasse Schossig nahm es mit Humor. Eine besondere Attraktion hatte sich der Unternehmer und Ex-Schwanebecker Thomas Görzen ausgedacht. Er, der vor kurzem eine Summe von 100000 Euro für die Turmsanierung gespendet hatte (Volksstimme berichtete), war eigens aus dem Teutoburger Wald angereist, um weitere Spendengelder einzuwerben.

An seiner Station stand ein Bagger, mit dem die Besucher versuchen mussten, Bälle von drei Verkehrskegeln abzuheben. Die ungewöhnliche Ak-tion stieß auf großen Zuspruch. "So ein Bagger lässt sich heutzutage wirklich punktgenau steuern", sagte die Vorsitzende des Heimatvereins, Petra Hein, die den Ablauf beobachtete. "Eine schöne Idee von Thomas Görzen."

Wetterhahn und Turmkugel an Heimatverein übergeben

Gleich nebenan befand sich der Stand der Schützen, an dem die Gäste ihre Zielgenauigkeit demonstrieren konnten. DJ Lutz unterhielt die Besucher mit flotten Rhythmen und gab hin und wieder das gleichzeitig in der Kirche ablaufende Programm bekannt. Dort musizierte auch das Compenius-Quartett aus Kroppenstedt. Selbst die Schwanebecker Musikanten kamen noch auf eine Stippvisite vorbei.

Eine Versteigerung durch den Schwanebecker Landwirt Christian Klietz kam gut beim Publikum an. Die Arbeitssachen, Jacken, Schuhe und Werkzeuge wurden restlos vergeben. Jürgen Kreißig, der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins, und Vereinsmitglied Uwe Hoffmann lobten das Engagement der Schwanebecker. "Das Wetter hat mitgespielt und die Leute hatten ihren Spaß", sagten sie. "Wir möchten allen Helfern und Besuchern danken.

Kreißig sowie die Vereinsmitglieder Angelika Arnold und Martina Kosinski nahmen von der Kirchengemeinde eine Chronik, den alten Wetterhahn und die Turmkugel entgegen. "Das alles werden wir in den Vereinsräumen ausstellen", versicherte Kreißig glücklich.

   

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