Halberstadt (tj). 9000 Gramm und 81 Zentimeter sind für ein Neugeborenes durchaus nicht ungewöhnlich - zumindest, wenn es sich dabei um ein Lama handelt. Im Halberstädter Tiergarten kam am Freitagmittag ein kleiner Lamahengst auf die Welt. Aufgrund seiner ungewöhnlichen schwarz-braunen Musterung wurde er kurzerhand auf den Namen "Schoko" getauft. "Der Name kann doch wohl treffender nicht sein", schmunzelt der stellvertretende Tiergartenleiter Michael Bussenius mit Blick auf das Fell.

"Die Geburt ging in knapp 20 Minuten über die Bühne", erzählt Bussenius, der selbst als Geburtshelfer dabei war. "Das klappte alles tadellos. Mutter und Kind waren wohlauf." Die Mutter von "Schoko" ist die drei Jahre alte Lama-Dame "Wuschel". "Wuschel" war als junges Lama nach Halberstadt gekommen, um als Spielgefährtin für "Söckchen" zu dienen. Die inzwischen drei Jahre alte Lamastute, die ihren Namen aufgrund ihrer weißen Fesseln bekam, hatte nach ihrer Geburt über die Grenzen der Kreisstadt hinaus für Furore gesorgt, als Bussenius das Lama mit der Flasche großzog. "Nun ist Söckchen sozusagen Tante geworden", freut sich Bussenius, auch wenn er weiß, dass es kein verwandschaftliches Verhältnis zwischen den beiden Tieren gibt.

Bussenius hofft jetzt, dass sich "Söckchen" in den kommenden Wochen von "Wuschel" einiges abguckt, was Kindererziehung angeht, denn "Tante Söckchen" wird in Kürze selber Mutter. "Wann genau das sein wird, kann ich noch nicht sagen, aber es wird wohl in der näheren Zukunft sein", verrät Bussenius.