Mit guten Nachrichten kam Landes-Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre am Donnerstag nach Harsleben: Der CDU-Politiker geht davon aus, dass im April das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumfahrung von Harsleben und Halberstadt starten kann.

Harsleben/Halberstadt (dku/dlo). Wenn Minister ihren Besuch ankündigen, ist vor Ort die Hoffnung auf positive Nachrichten im Gepäck der verantwortlichen Landespolitiker allenthalben hoch. So auch in dieser Woche in Harsleben: Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre wurde erwartet und mit ihm Neuigkeiten rund um den Bau der künftigen Ortsumfahrung von Halberstadt und Harsleben im Zuge der B 79.

Der CDU-Politiker hatte in der Tat positive Nachrichten dabei: Daehre geht davon aus, dass in Kürze in Berlin eine letzte Unterschrift unter den vorgelegten Förderantrag kommt und eventuell bereits im April das Planfeststellungsverfahren starten kann.

"Da dieses Projekt einen hohen Kosten-Nutzen-Faktor hat, sehe ich das Vorhaben optimistisch."

"Da dieses Projekt einen sehr hohen Kosten-Nutzen-Faktor hat, sehe ich das Vorhaben optimistisch", unterstrich Daehre. Voraussichtlich im Jahr 2012 würden die Planungen dann öffentlich ausgelegt und - wenn es dagegen keine Klagen gibt - könnte im Jahr 2013 Baustart sein.

Vorharz-Bürgermeisterin Ute Pesselt sieht alle Naturschutzbelange seitens der zuständigen Landkreisbehörde gründlich geprüft. Auch entsprechende Lärmschutzmaßnahmen seien vorgesehen. Jetzt sei zu hoffen, dass die Interessen der Mehrheit siegen. Sollte dennoch jemand den Weg zum Gericht wählen, sei mit entsprechenden Verzögerungen zu rechnen, gab sie zu bedenken.

Minister Daehre mahnte: "Auch die Kreisstadt Halberstadt muss für ihre Ortsumgehung Druck machen." Mit dem Baufortschritt auf der B 6n, die in absehbarer Zeit bei Bernburg die Autobahn 14 erreiche, würden sich völlig neue Verkehrsströme ergeben.

Auf zwei Probleme, die ebenfalls vielen Harslebern auf der Seele brennen, hatte Daehre indes keine konkreten Antworten im Gepäck. Wie Bürgermeister Holger Bauermeister erklärte, gibt es seitens der Investoren, die auf Ohnesorgs Wiese ein Altenheim mit betreutem Wohnen errichten wollen, noch keine Neuigkeiten. Auch für das Problem Kindergarten sei kurzfristig keine Lösung in Sicht.

"Auch die Kreisstadt Halberstadt muss für ihre Ortsumgehung Druck machen."

Die Volksstimme wird über die Gesprächsrunde im Rathaus Harsleben noch ausführlich berichten.