Stapelburg. Gestern Mittag ist der elfte Hilfstransport zugunsten rumänischer Kinder und Familien von Stapelburg nach Hermannstadt gestartet. Seit Weihnachten hatten sich erneut hunderte Privatpersonen und Firmen an der Aktion mit Sach- und Geldspenden beteiligt.

Gut zwei Stunden benötigten die Vereinsmitglieder und Symphatisanten der "Kinderhilfe für Siebenbürgen" am Vormittag. Dann waren die 18 Tonnen Hilfsgüter auf dem riesigen Truck verstaut. Kosten allein für die rumänische Spedition laut Vorstand: 2250 Euro.

Dass dem ein monatelanges Vorsortieren und erneutes Verpacken vorausging, war da schon beinahe vergessen. Gähnende Leere in der Garage des Ortsbürgermeisters Hilmar Rasche, wo am Morgen kaum noch ein weiterer Karton reingepasst hätte. Da man selbst den Transport und die spätere Verteilung begleitet, können neuerliche Spenden frühestens ab Mai in Stapelburg entgegengenommen werden. Etwa ein Fünftel musste ohnehin in Stapelburg bleiben. Dabei handelt es sich ausschließlich um Wintersachen, die erst eine Woche vor Weihnachten nach Rumänien geschickt werden.

In der Fracht befinden sich neuerdings Kartons aus Österreich und der Schweiz. Darunter sind auch Zeltplanen, um die desolaten rumänischen Holzhütten abzudichten. Nach der TV-Reportage "Jenny und ihre Roma-Kinder" ist die Zahl der Patenkinder von 33 auf 83 hochgeschnellt. Wer sich anschließen will, kann monatlich zwischen 25 und 30 Euro an den Verein überweisen.

Der Vorsitzende Hilmar Rasche bedankte sich gestern herzlich bei allen, die auch den Ostertransport 2011 wieder mit ermöglichen halfen.