Eine gelungene Premiere hat die Gesundheitsmesse der Hohen Börde in der Schackensleber Prokonhalle gefeiert. 25 Anbieter stellten sich unter dem Motto "Älter werden zu Hause" vor.

Schackensleben/HoheBörde l Sechs Stunden lang stellten 25 Dienstleister aus der ganzen Börderegion ihre Angebote vor, das Leben im Alter in den eigenen vier Wänden zu gestalten und zu erleichtern. Sie offerierten Möglichkeiten, Haus und Wohnung barrierefrei (um-)zubauen. Die Kreissparkasse informierte gleich nebenan über diesbezügliche Finanzierungsangebote.

Kassenärztliche Vereinigung lobt das Messe-Anliegen

Neben der wohltuenden Shiatsu-Körpertherapie stellte sich das Landambulatorium vor, am nächsten Stand labten sich die Besucher an einem ganz besonderen Nass aus der "Wassertankstelle". Pflegedienste, Sanitätshäuser, Ernährungsberater, Anbieter physikalischer Gefäßtherapie und Wohlfahrtsverbände wie das DRK informierten, anworteten, luden zu Tests und Gesprächen ein. Es gab Informationen über Haushaltshilfen, Hinweise zu Seniorenhandys und Hausnotrufsystemen. Mit Senioren-Individual-Reisen (auch mit Rollstuhl), ein Atelier für Stil und Mode sowie eine Familientherapeutin bot sich den Besuchern ein abwechslungsreiches Spektrum und Inspiration, wie sie sich das Leben im Alter bunter und leichter machen können.

Organisiert hatte die Messepremiere Ingrid Rosenburg, Kreisgeschäftsführerin des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW), zusammen mit der Gemeinde Hohe Börde.

Ein großes Lob zollte den Organisatoren Burkhard John, der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalts. "Eine wohnortnahe Betreuung mit einer vernünftigen medizinischen Betreuung, mit Hilfsdiensten und der altersgerechten Anpassung des Wohnraums sind wichtige Komponenten, um die Aufgaben der Zukunft zu meistern. Die Menschen in Sachsen-Anhalt werden älter und sie werden weniger. Gerade im ländlichen Raum gilt es, Wege zu finden, älteren Menschen ihr Zuhause im Dorf zu erhalten. Dafür ist diese Gesundheitsmesse ein richtiger und wichtiger Ansatz", erklärte John. Tagesbetreuungszentren sind John zufolge, gerade für ältere Menschen nach einer Krankheit eine Möglichkeit, Alternativen zum Pflegeheim zu schaffen und die Rückkehr in die eigenen vier Wände zu ebnen. "Kommunen brauchen Visionen. Und die Hohe Börde hat eine Vision", unterstrich auch Iris Herzig, Leiterin des Fachbereichs Soziales im Landkreis Börde.

Ideen der Hohen Börde haben "Leuchtturm"-Charakter

Die Gemeinde Hohe Börde stellt laut Herzig früh die Weichen für die Zukunft, begleitet neue Ideen und setzt auf die Kreativität der handelnden Menschen und Institutionen. "Das hat Leuchtturm-Charakter für den Landkreis". Der frühere FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Ackermann, selbst im Rettungsdienst tätig, betonte, dass die Gesundheitsbranche der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland ist und somit auch berufliche Chancen für junge Menschen biete.

Bürgermeisterin Steffi Trittel resümierte: "Es gab intensive Gespräche an den Ständen, das Grundgerüst der Messe, der Mix der Anbieter hat gestimmt. Das macht Mut zur Wiederholung. Ich persönlich habe gute Gespräche geführt, deren Inhalt viel Potenzial für die weitere praktische Kommunalpolitik haben." Ingrid Rosenburg erklärte nach einer Auswertung mit den Ausstellern: "Alle waren rundum zufrieden, die Vorträge und die Stände waren gut besucht."

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