Die Umbauarbeiten für den Rätzlinger Schulhort sind vollendet. Das Vorhaben hat etwa 170000 Euro gekostet. Bei einem Tag der offenen Tür der Grundschule haben die Kinder und ihre Erzieherinnen das neue 240 Quadratmeter große Domizil präsentiert.

Rätzlingen l "Heute können Sie beim Tag der offenen Tür sehen, wie Ihre Kinder auch nach Unterrichtsschluss betreut werden", sagte Rätzlingens Ortsbürgermeister Wilhelm Behrens (parteilos) bei der Begrüßung. Die alten Räumlichkeiten im Flachbau auf dem Schulgelände entsprachen längst nicht mehr den modernen Anforderungen.

"Auch in den alten Räumen wurden die Kinder ordentlich betreut, aber wir haben heute keine 30, sondern mehr als die doppelte Anzahl von Kindern", erklärte der Bürgermeister und wies darauf hin, dass die 65 Mädchen und Jungen nicht nur in Rätzlingen wohnen, sondern Grundschulkinder aus der gesamten Region den Hort besuchen.

Einige Monate dauerten die Umbauarbeiten. Der linke Flügel im Obergeschoss der Grundschule wurde komplett saniert und renoviert.

Dem Hort steht jetzt eine 240 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung. Es gibt einen Raum, in dem die Kinder ihre Hausaufgaben erledigen und auch gemeinsam speisen können, eine Küche, einen Bewegungsraum, ein Zimmer zum Kreativsein, einen Platz zum Bauen mit Lego-Steinen, eine Kuschelecke und sogar eine kleine Bühne.

Alle Räume wurden von innen gedämmt und mit einer Akkustikdecke als Schallschutz versehen. Neu sind die Heizung und die Sonnenschutzjalousien. Zum Hort gehören außerdem ein Büro, ein Raum für die Schulranzen und die Sanitäranlagen. Unter anderem musste eine Außentreppe für den Brandschutz als zweiter Fluchtweg angebaut werden. "Möglich waren die Umbauarbeiten durch Fördermittel aus dem Stark-III-Programm, Investitionszulagen und den Eigenanteil aus dem Topf der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen", zählte Behrens auf.

Insgesamt kostete das Vorhaben etwa 170000 Euro. Probleme gab es in der Bauphase mit den Firmen, die von weit her nach Rätzlingen kamen. "Im Gegenzug klappten die Arbeiten, für die die heimischen Firmen Aufträge hatten, tadellos", erinnerte sich der Ortschef.

Auch Hortleiterin Janine Krumm bedankte sich bei allen Beteiligten, die das Vorhaben ermöglicht hatten. "Ein besonderes Lob geht an die Eltern, die die anstrengende Bauphase mit uns bewältigt haben", sagte die Hortchefin.

Froh darüber, dass sich der Hort nun unter dem Dach des Schulhauses befindet, ist auch Schulleiterin Petra Gericke. "Die Zusammenarbeit von Hortnerinnen und Lehrerinnen ist durch die jetzige Nähe viel besser geworden", erklärte die Schulchefin.

"Wir haben wunderbare Vor- aussetzungen für die Kinder geschaffen. Sie können nun in hellen Räumlichkeiten ihre Hausaufgaben machen, spielen und sich kreativ betätigen", sagte Behrens.

Dankesworte gingen an die Geldgeber und an die Pädagogen, die in der Bauphase in ihren Aktivitäten teilweise eingeschränkt waren. Der Bürgermeister lobte aber auch die Eltern und Großeltern, die immer bereit sind, tatkräftig mitanzupacken.

"Wir haben beim Umzug viele ausgediente Sachen wegschmeißen müssen. Es fehlen noch einige kleinere Anschaffungen. Wer gut erhaltene Brett- und Gesellschaftsspiele hat, kann sie gern dem Hort schenken. Gut gebrauchen können die Hortkinder auch Fußbälle, Sitzsäcke und Sandspielzeug. Natürlich freuen wir uns auch über Geldspenden", sagte Janine Krumm.

 

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