Freiwilliges Engagement kann viel bewegen. Das hat eine entschlossene Schar Mammendorfer bewiesen und den Spielplatz mitten im Dorf in Schuss gebracht. Die Mammendorferin Diana Puritz hatte die Dorfgemeinschaft dazu aufgerufen.

Mammendorf l So hatte sich Diana Puritz die Resonanz auf ihren Aufruf vorgestellt: "Dürfen denn da morgen auch Kinder mitmachen?", hatte der sechsjährige Maik Bertram am Abend zuvor noch gefragt. "Na klar!" hieß die Antwort, und der Junge freute sich wie Bolle.

Unterstützung von allen Seiten

Zusammen mit Maik versammelten sich am Sonnabendvormittag 14 Erwachsene und 8 Kinder am Spielplatz. "Das sind zehn Prozent aller Mammendorfer. Das war schon toll", resümierte die Initiatorin.

Der in die Jahre gekommene Spielplatz hatte eine Frischekur auch dringend nötig. Ortsbürgermeister Detlef Binkowski und Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel hatten den Austausch des Sands im Sandkasten durch den Bauhof der Gemeinde veranlasst und Geld für Pinsel, Farben und neue Netze im Fußballtor zur Verfügung gestellt. Die Mammendorfer Tobias Eckart und Hans-Joachim Müller stellten auf eigene Kosten Farbe und Unmengen an Schleifpapier bereit.

Den Rest erledigten die unermüdlichen Helfer am Sonnabend und am Sonntag. "Am ersten Tag haben wir alle Spielgeräte und Häuschen, die Tore und Holzbänke abgeschliffen und grundiert. Auch die Papierkörbe kamen an die Reihe. Wir haben Unkraut gehackt und geharkt, den Sand unter der Rutsche präpariert und wir haben das ganze Gelände gemäht. Gegen Mittag haben wir alle zusammen gegrillt und jede Menge geschafft. Am Sonntag ging es dann ans Anstreichen. Vor allem den Kindern hat die Arbeit mit Pinsel und Farbe einen Riesenspaß gemacht."

Weitere Spielgeräte gewünscht

Aufgrund des enormen Zuspruchs konnten auch die Sitzbänke an der Dorfkirche und am Teich von Grund auf aufgemöbelt werden. "Wir sind alle zufrieden mit dem Erreichten und hatten jede Menge Spaß. Jetzt bemühen wir uns um Sponsoren für die Anschaffung von Spielgeräten für die etwas größeren Kinder. Detlef Binkowski will beim Eichenbarleber `HaudeGen-Verein` und in der Gemeinde dafür werben, die Anschaffung von Spielgeräten für die Kleinsten zu unterstützen", erklärte Diana Puritz am Montag zufrieden. "So eine Kinderschaukel kostet ja nicht die Welt, das müsste zu machen sein", erklärte Binkowski.

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