Der Umgang mit der Drehleiter steht einmal im Jahr auf dem Ausbildungsplan der Verbandsgemeinde-Wehrleitung. Besonders Bülstringer und Calvörder Maschinisten kommen dabei in den Genuss der speziellen Schulung.

Flechtingen/Altenhausen l 30 Meter lang ist die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bülstringen, wenn sie ausgefahren wird, um Menschen aus brennenden Gebäuden zu retten oder Brände aus der Luft zu löschen. Entsprechend kompakt und groß ist das Feuerlöschfahrzeug, das die Leiter beherbergt.

Fahrzeug und Technik zu beherrschen bedeutet, sich ständig am Gerät auszubilden und weiterzuentwickeln.

Darum veranstaltet die Gemeindewehrleitung der Verbandsgemeinde Flechtingen, vertreten durch den Technikveranwortlichen Maik Wellmann aus Flechtingen und den Einsatzplanverantwortlichen Andreas Wolter aus Calvörde, einmal im Jahr ein spezielles Training für Maschinisten.

Insbesondere natürlich ist das Bedienen und Händeln Sache der Bülstringer Feuerwehrleute, doch im Notfall sollten sich auch die Calvörder Maschinisten damit auskennen, denn sie werden laut Ausrückeordnung mit den Bülstringern alarmiert.

Um diese Ausbildung kümmern sich bundesweit an den Fahrzeugen speziell geschulte Männer. Nach Bülstringen kamen Jürgen Humpke und Lars Scheugl, um das zweitägige Seminar abzuhalten. Im Schulungsraum der Feuerwehr gab es zuerst eine eineinhalbtägige theoretische Unterweisung. Doch natürlich brannten die Männer vor allem auf die Praxis. Dafür hatten sie sich bei Stephan Holtorff auf Schloss Altenhausen angesagt.

Ein Schornsteinbrand und eine Menschenrettung aus dem Obergeschoss des Schlosses wurden dabei geübt.

"Es geht vor allem um die Manövrierfähigkeit und exakte Platzierung des Fahrzeuges, denn im Einsatzfall muss es schnell und doch besonnen zugehen", weiß Jürgen Humpke, selbst Feuerwehrmann bei der Hamburger Berufsfeuerwehr. Schloss Altenhausen war ein geeignetes Objekt, denn es gibt nicht gerade viel Platz, selbst Pkw hatten den Fahrweg der Drehleiter eingeengt. Dann auch nicht direkt und platziert so einzuparken, dass das Fahrzeug aufgebockt werden kann, war keine leichte Aufgabe für die Maschinisten. "Ein Blick muss genügen, um die Lage einzuschätzen", sagt der Ausbilder und gibt den nächsten Übungsbefehl.

"Wir möchten uns bei Stephan Holtorff und seinem Team bedanken, dass er uns trotz zahlreicher anderer Verpflichtungen das Schloss als Übungsort zur Verfügung gestellt hat", meint Maik Wellmann. Stephan Holtorff weiß, wie wichtig es ist, dass im Notfall schnell Hilfe geleistet werden kann. Schließlich beherbergt er nicht selten Schulklassen und Kindergruppen in den oberen Etagen.