Die Welt der Forschung ist zu Gast in Haldensleben - und zwar in Form des Ausstellungsschiffes "MS Wissenschaft". Bis Sonntag liegt es am Anleger an der Zollstraße vertäut. An Bord befinden sich kunterbunte Experimente über die Möglichkeiten digitaler Technik.

Haldensleben l Von außen wirkt das Schiff wie ein großer Frachter, doch unter Deck lauern spannende Entdeckungen. "Wir möchten unterhaltsam zeigen, woran Forscher arbeiten. Denn Wissenschaft kann Spaß machen", erklärt Lotsin Annika Rudolph. Zusammen mit drei Kollegen sowie dem Serviceroboter Oskar nimmt sie Gäste in Empfang. Außerdem führen die Lotsen auch durch den Bauch des Schiffes.

Im Ausstellungs- und im Aktionsraum warten dabei 36 Stationen. Jede von ihnen lädt zum spielerischen Erkunden ein. Dabei gibt es drei Schwerpunkte: Wie verändert moderne Technik die Wissenschaft? Welche Auswirkungen hat sie auf die Wirtschaft? Und wie beeinflusst sie das menschliche Miteinander?

An einer der ersten Stationen lässt sich anhand des Erbgutes die Verwandschaft verschiedener Tierarten untersuchen. "Früher ging das nur über äußere Ähnlichkeiten. Heute lässt sich das komplette Genom entschlüsseln", so Annika Rudolph. Weiterhin geht es um die Fragen, wie sich mit Smartphones schwarze Löcher aufspüren lassen, wie ein iPad Operationen erleichtern kann - aber auch um das Thema Privatsphäre im Internet. Wer sich entspannen will, kann zwischendrin eine Runde an einem computergesteuerten Kickertisch spielen.

Bereitgestellt haben die Exponate unter anderem Institute der Frauenhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft. In Auftrag gegeben hat die Ausstellung das Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Konzipiert wurde sie von der Initiative "Wissenschaft im Dialog. Die Ausstellung wird empfohlen ab zwölf Jahren. Der Eintritt ist frei.

@066n TwitterCo.:Die "MS Wissenschaft" ist bis Sonntag täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.ms-wissenschaft.de.

Bilder