Haldensleben l "Wir hatten heute schon Besucher aus Rogätz, Braunschweig und Berlin", erklärte Bärbel Harms zufrieden. Zusammen mit ihrem Mann Otto Harms beteiligte sie sich zum ersten Mal bei den offenen Rosengärten. "Wir wussten nicht genau, was uns erwartet. Aber wir würden es jederzeit wieder machen", so Bärbel Harms. Auf 1200 Quadratmetern präsentierten beide zahlreichen Gästen ihre persönliche Gartenoase. "Das ist die ideale Größe für einen Garten", erklärte Bärbel Harms. "Bei so einer Fläche muss man nicht immer nur arbeiten, sondern hat genügend Zeit, den Garten bewusst zu genießen."

Dafür bot sich reichlich Gelegenheit. "Wir haben wilde Flächen wie Naturwiese und Ökoteich, die sich selbst überlassen bleiben. Daneben gibt es ein weißes Beet und ein Staudenbeet, in dem ausschließlich rosa, blau und violett blühende Pflanzen wachsen", zählte Bärbel Harms auf. Letzteres sei ihr persönlicher Lieblingsplatz, während sich ihr Mann vor allem dem Gemüsegarten widme.

Um alles ausgiebig genießen zu können, hat die Familie unterschiedlich genutzte Sitzplätze angelegt: auf der Terrasse für das Frühjahr, auf der Obstwiese für den Hochsommer - und eine spezielle Feierabendbank am Holzschuppen. "Als wir vor 20 Jahren das Haus gebaut haben, haben wir den Garten gleich mitgeplant", verrät Bärbel Harms. "Wir haben uns dabei bewusst für Pflanzen entschieden, die Vögeln und Insekten Nahrung bieten."

Das sieht Brigitte Nebel aus Haldensleben genauso. Mit ihrem Mann Jürgen Nebel öffnete sie ihren Ziergarten am Neuen Weg für interessierte Gäste. "Wir achten auf Natürlichkeit", betonte die Hausherrin. Entsprechend gab es viele ungefüllte und halbgefüllte Rosensorten zu entdecken, die als Bienenweiden dienen. Gleichzeitig legt Familie Nebel Wert darauf, dass es genug Nistmöglichkeiten für Vögel gibt.

Zu den Besonderheiten zählte vor allem eine Bobby James Rose, die sich bereits bis zum zweiten Stockwerk des Hauses emporrankt. Auch sonst gab es im ganzen Garten kaum eine Handbreit unbedeckten Boden. Stattdessen lieferten sich unter anderem Rosen der Sorten Angela, Flashlight, Home and Garden, Tuscany oder Blue for you ein farbenfrohes Stelldichein. Dazwischen präsentierten sich Clematis, Lavendel, Mutterkraut oder Salbei. "Als Begleitpflanzen für Rosen eignen sich vor allem die, die kleinere, zarte Blüten besitzen", erläuterte Brigitte Nebel.

Die offenen Rosengärten sind eine jährliche, mehrtägige Aktion der Haldensleber Rosenfreunde. Am Sonnabend hießen auch Familie Koch, Familie Klaus sowie Antje und Volker Kleinschmidt in Haldensleben Besucher willkommen. In Druxberge lud Familie Stieger in einen großen Garten mit Badeteich, Bachlauf und seltenen Bäumen ein.

Am nächsten Wochenende sowie am Sonntag, 29. Juni, stehen weitere Termine an.

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