Zehn Teams haben eine besondere Mission, zu der die Dorster Feuerwehrleute aufgerufen hatten. Es gilt bei einer Wanderung rund um Dorst, Punkte zu sammeln und den Siegertitel zu erobern. Die Brandschützer aus Hohenwarsleben haben bewiesen, dass sie nicht nur Feuer löschen können, sondern dass sie auch geschickt und schlau sind.

Dorst l "Es wird immer schwieriger, wettkampfmäßig eine Mannschaft für Löschangriffe zusammen zu bekommen, deshalb haben wir uns in diesem Jahr etwas Besonderes ausgedacht. Es gibt eine Wanderung rund um Dorst, wo jeder sein Geschick und sein Wissen testen kann", erklärte Dirk Spitzner, Leiter der Dorster Feuerwehr. Die Wehr hat zur Zeit 12 aktive Frauen und Männer. "Wir sind bei Wettbewerben raus aus dem Rennen. Uns fehlt leider der Nachwuchs", gestand der Chef der Wehr. "Die Organisation hat heute ganz allein die Feuerwehr", sagte Manfred Franke, Ortsteilbeauftragter von Dorst. Er ist froh, dass die Brandschützer die Initiative übernommen haben.

Auf einer Strecke von etwa vier Kilometern galt es, für die zehn Mannschaften verschiedene Herausforderungen zu bestehen. Zu den Mutigen gehörten unter anderen das Team "Rostbratwurst" und die "Bollerwagen-Gang". Punkte gab es für die Wanderer, die zum Beispiel ein Handy am weitesten werfen. Mit dem Wasserstrahl von der Kübelspritze galt es, Büchsen vom Brett zu fegen. Das schaffte das Team "Seven up" in nur sechs Sekunden. Die glorreichen Sieben hatten den Vorteil, dass mit Inge Spitzner, Elvira und Holmer Pankratz, Jessika Franke, Anna Spitzner sowie Monika und Maik Cyprian drei Generationen in einer Mannschaft vereint waren. Während Inge Spitzner als Erfahrenste wusste, dass das Verschicken eines Briefes zu DDR-Zeiten 20 Pfennig kostete, kannte sich die 12-jährige Anna in der modernen Musikwelt aus. So schafften sie es auch, den Wissenstest zu bestehen. Dort sollten drei aufeinander folgende Wochentage ohne den Buchstaben "a" genannt werden. "Gestern, heute und morgen lautet die Antwort", verriet Holmer Pankratz. Geschätzt werden musste, wie viele Streichhölzer in einer Schachtel sind. Die richtige Lösung hatte das generationsübergreifende Team mit 45 Hölzern richtig. Ganz genau wusste Anna, dass der beste Freund von Ernie, der auf der Sesamstraße wohnt, Bert heißt. Die höchste Schwierigkeitsstufe gab es beim Schubkarrenrennen, die Karre musste mit nur einer Hand über den Parcours geschoben werden.

Den Siegertitel holten sich die Freunde der Hohenwarsleber Feuerwehr. Auf Platz zwei kämpften sich die Brandschützer der Groppendorfer Wehr und auf den dritten Platz "Seven up" aus Dorst. Dicht gefolgt von der Feuerwehrfamilie Grape aus Hohenwarsleben. Aber auch alle anderen Wanderer hatten ihren Spaß und stärkten sich anschließend mit einem Stück vom Wildschwein, das zuvor am Spieß geröstet wurde. Die jungen Gäste durften mit dem Feuerwehrauto einige Runden durch den Ort drehen und sich auf der Hüpfburg austoben. Bis in die späten Abendstunden saßen die Brandschützer und ihre Freunde noch beieinander. Am Morgen hielt Pfarrer Jürgen Dittrich auf dem Festplatz eine Predigt, während die Brandschützer die Andacht mit einer Fürbitte bereicherten.

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