Satuelle l "Große Probleme haben wir in Satuelle eigentlich nicht", sagt Bürgermeister Mario Schumacher, als sich Ortschaftsratsmitglieder und einige interessierte Einwohner zum Ortsteilspaziergang treffen. Eins aber haben die Satueller doch: "Seit etwa zehn Jahren, gefühlte 100, warten wir auf einen Radweg zwischen Satuelle und Haldensleben." Die Stadtverwaltung würde zwar immer wieder Anträge beim Kreis einreichen, denn der Kreis ist Baulastträger der Kreisstraße 1103, aber es passiert nichts. Die Stadt sei sogar bereit gewesen, in Vorleistung zu gehen, wenn sie sicher sein kann, dass sie die Kosten vom Kreis zurückerstattet bekommt, meinte Schumacher. Der vor wenigen Jahren ausgebaute Radweg nach Bülstringen, der auch nach Süplingen weitergeführt wurde, sei zwar schön, aber die kurze Verbindung nach Haldensleben wäre notwendiger.

Mit Blick auf die herbstkahlen Rotdornbäume wurde Raik Gaudlitz, Leiter des Stadthofs, gefragt, ob die Bäume denn eingehen würden. Diese Schäden gebe es gegenwärtig an vielen Rotdornbäumen auch in anderen Orten, entgegnete der Fachmann. Dabei handele es sich wahrscheinlich um einen Blattpilz, die feuchte Witterung habe die Entwicklung begünstigt. Dieser Pilz werde die Bäume mehrere Jahre hintereinander schwächen. "Aber ich gehe davon aus, sie treiben nochmal aus", versicherte Gaudlitz.

Beim Rundgang durch den Ort berichtete der Ortsbürgermeister, dass in mehreren Straßen jetzt ein einseitiges Parkverbot eingerichtet wird, um einen besseren Verkehrsfluss zu sichern. An die Schilder werde auch gleich noch das Schild mit einem generellen Parkverbot dienstags von 11 bis 15 Uhr angebaut, denn in der Zeit fährt das Reinigungsfahrzeug der Stadt.

Wesentlich ansprechender als vor vier Jahren beim ersten Ortsteilspaziergang präsentierte sich der Anger. Und das gilt auch für die vor vier Jahren noch beanstandeten Teiche in diesem Areal und nebenan. Dafür dankte Mario Schumacher den Anwohnern und der Teichgemeinschaft.

Ein Anwohner fragte nach einem Konzept für den Anger, er befürchtet, dass einige alte Bäume, die in der Nähe von Häusern stehen, Probleme machen könnten. Dieses Konzept sei auch aufgestellt, entgegnete Mario Schumacher, der störende Nadelholzbestand sei entfernt worden. Die Laubbäume hätten jetzt mehr Luft, sich zu entfalten. Einige Stümpfe müssten noch weggefräst werden. Die Fläche soll einen Parkcharakter bekommen. "Wir beobachten, wie sich die nun freier stehenden Bäume entwickeln, wie die Lichtverhältnisse sind", ergänzte Raik Gaudlitz. Danach wird die weitere Bepflanzung festgelegt. Baumarten, die hierfür geeignet sind, wurden ausgewählt. Wieviel neu angepflanzt werden kann, hänge jedoch immer davon ab, wieviel Mittel zum Jahresende noch überbleiben. Denn zunächst müssen immer erst die Straßenbäume ersetzt werden, die gefällt werden müssen. Das ist nicht von vornherein absehbar.

Ein weiterführender Weg hat sich inzwischen gut verfestigt. Bei extremen Regenfällen werde nicht mehr so viel Erde weggeschwemmt. Die Kommune hatte Splitt anfahren lassen, ein Anwohner hat den Splitt verteilt. Das könnte nochmal wiederholt werden, hieß es an dem Abend.

Raik Gaudlitz konnte auch Befürchtungen ausräumen, dass einige der alten Bäume gefährdet seien. Das werde regelmäßig kontrolliert. Der Baum direkt an der Ecke zur Siedlungsstraße müsste aber dennoch gefällt werden, stimmten die Männer überein, der habe nur wenige Äste, habe auch Totholz und sei sehr unästhetisch. Da sollte lieber ein neuer Baum angepflanzt werden.

Die Schäden der Straßen- decke auf der Siedlungsstraße ließen die Spaziergänger anhalten. Die Straße hat vor zwei Jahren eine Oberflächenbehandlung erhalten. Eigentlich sollten die danach entstandenen Schäden auf der stark beanspruchten Straße behoben sein, doch das ist bisher nicht geschehen. Der Ortschaftsrat hatte gefordert, die Straße komplett neu zu machen.

Im sich anschließenden Wohngebiet Windmühlenberg verweisen Ortschaftsratsmitglieder darauf, dass die Einläufe von der Straße in die Sickergräben zu beiden Seiten der Straße frei gehalten werden müssen, damit bei Starkregen das Wasser abfließen kann. Anlass zur Diskussion gab die etwas erhöht liegende runde gepflasterte Fläche im Wendehammer, die schnell verunkrautet. Raik Gaudlitz sieht keine Möglichkeit, dass die Stadthofmitarbeiter häufiger hierher kommen. Das bekräftigte er auch bei der Forderung, dass der Fußweg vom Windmühlenberg zum Festplatz häufiger freigeschnitten werden müsse. Auch ein häufigeres Mähen von Rasenflächen sei nicht möglich. Im Durchschnitt seien die Stadthofmitarbeiter alle sechs Wochen in den Ortsteilen im Einsatz. Mehr gehe nicht. In diesem Jahr ist die Situation überall problematisch, da die Witterung einen extremen Aufwuchs hervorbringe, machte auch Ortschaftsratsmitglied Burkhard Braune deutlich.

Manches Stück Fußweg ist verunkrautet, stellten die Männer fest. Wer gerade die entsprechenden Anlieger trifft, solle sie doch auf ihre Reinigungspflicht aufmerksam machen, sagte Mario Schumacher, bevor das Ordnungsamt der Stadtverwaltung Auflagen erteilt.

Zwar keine großen, doch aber ein Reihe kleiner Probleme wurden so angesprochen.

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