Frank Nuber aus Emmendingen im Breisgau ist stolzer Besitzer eines restaurierungsbedürftigen Ford Eifel Cabriolets Baujahr 1939. Er hat recherchiert, dass dieses Auto einst im Altkreis Haldensleben zugelassen war und sucht nun Unterstützung, um mehr über sein Fahrzeug zu erfahren.

Haldensleben l HK-97-71: Mit diesem Kennzeichen soll einst ein Ford Eifel Cabriolet auf den Straßen des Altkreises Haldensleben unterwegs gewesen sein. Seit kurzem ist Frank Nuber aus Emmendingen im Breisgau stolzer Besitzer des rot-weißen Oldtimers oder besser von dem, was von ihm übrig ist. In Dresden hatte er das Restaurationsobjekt seiner Begierde entdeckt und erworben.

Nun möchte er etwas mehr über die Geschichte seines Eifels erfahren. "Selten hat man das Glück, einen Anhaltspunkt für die Recherche zu haben. Mein Eifel hat jedoch noch sein letztes DDR Kennzeichen. HK-97-71", erzählt Nuber. Bei einer Internetrecherche hat er herausgefunden, dass diese Nummer von der Kfz-Zulassungsbehörde in Haldensleben vergeben worden sei. "Allerdings vor 1973. Danach wurden die DDR-typischen dreibuchstabigen Nummernschilder eingeführt", so der passionierte Bastler weiter. "Dies gibt mir schon einen Anhalt für die Suche. Die Zulassungsbehörde hat mir jedoch mitgeteilt, dass die Halterdaten drei Jahre nach der Wiedervereinigung leider vernichtet wurden", steht er vor einem großen Problem.

Doch Frank Nuber ist überzeugt: "Ein solches Fahrzeug ist im Straßenbild der 1950-er und 1960-er Jahre sicher aufgefallen." Daher möchte er wissen, ob sich jemand in Haldensleben noch an dieses Fahrzeug und einen der Vorbesitzer erinnern kann. "Ursprünglich war der Eifel in Metallic-Grün lackiert. An einem späteren Zeitpunkt wurde er auf Rot umlackiert. Ich vermute, dass mein Eifel noch mindestens bis in die 1960-er Jahre, vielleicht sogar länger, in Gebrauch war", hofft er auf Hilfe.

Nubers Eifel gehört zu den letzten 44 Cabriolets, die das Ford Eifel-Register als existent aufweist. Der zweisitzige Sportwagen hat einen 1,2-Liter-Motor mit 34 PS, der es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometer bringt. Der Hobby-Bastler hat sich vorgenommen, das Auto wieder auf die Straße zu bringen. Erfahrungen als "Restaurator" hat er seit seiner Jugend gesammelt - erst am Fahrrad seines Vaters, dann an einer Zündapp von 1953. Besonders stolz ist Nuber auf seine Indian Sport Scout Baujahr 1940, die er in sieben Jahren Arbeit wieder zum Leben erweckt hat.

Auch die Restaurierung des Eifels werde eine Mammutaufgabe, ist sich Frank Nuber bewusst. "An dem Auto möchte ich so viel wie möglich selbst machen. Dies ist meine Hauptmotivation, aber natürlich auch die Erklärung, warum ich denke, dass es mindestens zehn Jahre dauern wird, bis er wieder läuft. Ich habe ja auch noch Familie und einen Job." Und billig werde das Projekt ebenfalls nicht, weiß er aus Erfahrung, und rechnet mit Kosten zwischen 20000 und 25000 Euro.

Wer sich an dieses Fahrzeug erinnert, kann sich an die Redaktion der Volksstimme in Haldensleben, Telefon 03904/666936, E-Mail redaktion.haldensleben@volksstimme.de wenden.