Hell, freundlich und geräumig zeigt sich das neue Rathausfoyer, das am Dienstag offiziell eingeweiht worden ist. Die 190000 Euro teure Baumaßnahme konnte allerdings nicht termingerecht fertiggestellt werden.

Irxleben l Als "historischen Moment" bezeichnete die Bürgermeisterin der Gemeinde Hohe Börde, Steffi Trittel, die offizielle Einweihung des barrierefreien Eingangs in das Rathaus am Dienstagabend. Der Eingangsbereich hat in den vergangenen drei Monaten ein neues Angesicht bekommen, zahlreichen Brandschutzauflagen wurde Rechnung getragen. So wurde beispielsweise auch der Empfang komplett verändert, der Glaskasten der in das Foyer hineinragte, wurde entfernt.

Vordach schützt die Besucher vor dem Regen

Auch die Stufe vor der Rathaustür wurde, wie Architekt Volker Seidl sagte, entfernt, die Stufen im Innenraum verändert und der Fußboden erneuert. Deckensegel sorgen dafür, dass die Akustik verbessert wird, am Beleuchtungskonzept wurde ebenfalls gearbeitet. Eine behindertengerechte Toilette ist in den sich rechts an das Foyer anschließenden Flur integriert worden. Damit draußen niemand mehr im Regen stehen muss, wurde ein kleines Vordach errichtet.

Der Treppenlift ist funktionsfähig, wie Bauamtsleiter Rüdiger Schmidt und der Vorsitzende des Finanzausschusses des Gemeinde Hohe Börde, Rolf Zimmermann, auch gleich unter Beweis stellten. Dennoch konnte die Baustelle noch nicht abgeschlossen werden, der Stahlbauer muss noch einige Restarbeiten erledigen. Bauamtsleiter Rüdiger Schmidt spricht davon, dass Weihnachten alles fertig sein soll.

Verwaltungsgebäude wurde ersteigert

Die Bürgermeisterin zeigte sich aber von dem, was bis jetzt vollendet ist, beeindruckt und dachte an die Anfänge nach dem Zusammenschluss der damaligen Verwaltungsgemeinschaften Hohe und Nördliche Börde zurück. Als die Mitarbeiter aus der Nördlichen Börde mit ihrem schweren Mobiliar 2004 von Nordgermersleben nach Irxleben kamen, stellte sich bald heraus, dass das Gebäude im Siegweg zu klein sein würde. Für 103000 Euro wurde das Gebäude in der Bördestraße 8 ersteigert, das auch zuvor schon ein Verwaltungshaus war. Es sollte künftig der Dreh- und Angelpunkt der Gemeinde werden und heute ist, wie die Bürgermeisterin betonte, das Rathaus dafür da, um sich einen Rat zu holen.

Demografischem Wandel wird Rechnung getragen

Die Ämter, die sich um die Anliegen der Bürger kümmern, fanden auf drei Etagen ihre Büros. Barrierefreiheit war zunächst gar nicht so ein großes Thema. "Das haben wir Herrn Wiedmann (ein Gemeinderat, Anm. d. Red.) zu verdanken, dass wir es angegangen sind, und das war eine gute Entscheidung", erklärte die Bürgermeisterin in ihrem Bericht während der Gemeinderatssitzung, die der Einweihungszeremonie folgte. Damit sei dem demografischen Wandel Rechnung getragen worden.

Die Gesamtkosten für den barrierefreien Umbau des Rathausfoyers liegen bei 190000 Euro. Allein 50000 Euro würden davon, wie die Bürgermeisterin sagte, auf die zahlreichen eingebauten Metallteile entfallen.