Mit einer 500-Euro-Spende machte sich eine Abordnung der "Aller-Laien" nach Magdeburg auf. Das Elternhaus der Uniklinik profitierte von den jüngsten Aufführungen der Theatergruppe aus dem Allertal.

Ingersleben/Magdeburg l Es gibt so viele Einrichtungen, Gesellschaften, Vereine, die auf die Unterstützung aller angewiesen sind, wie findet man da das passende Projekt für eine Zuwendung? Oftmals wird man dafür sensibilisiert, wenn man durch Schicksalsschläge an der eigenen Haustür direkt betroffen ist.

So wurde auch bei der Theatergruppe "Aller-Laien" aus Ingersleben zu Beginn der Proben zu ihrem aktuellen Stück "Prinzessin oder Erbse? Ist doch eh` Wurst!" diskutiert, wem die Zuwendungen aus den beiden Aufführungen Anfang November zugute kommen sollten. Und das, obwohl für die Aufführungen kein Eintrittsgeld kassiert wird.

Vielmehr erbaten die Hobby-Schauspieler nach dem Stück von den Zuschauern eine Spende für den guten Zweck. "So konnten wir Einrichtungen wie Kindergarten und Schule sowie ein durch einen Brand in Not geratener Sportverein aus der nahen Umgebung von diesen Zuwendungen profitieren", berichtete Regisseurin und Drehbuchschreiberin Katrin Kaiser.

In diesem Jahr bewegte alle Laiendarsteller das Schicksal eines an Leukämie erkrankten kleinen Jungen aus einem Nachbarort besonders. In Gesprächen mit den Angehörigen erfuhren die "Aller-Laien" viel über diese Erkrankung und Therapiemöglichkeiten und dass es im Magdeburger Universitätsklinikum dank der Einrichtung eines Elternhauses möglich ist, die Angehörigen während der oftmals langwierigen Zeit der Behandlung ganz nah bei ihren Kindern zu lassen. Damit werden wichtige positive Impulse für die Heilung der kleinen Patienten gegeben.

"Bei uns war die Idee der Spende an die Stiftung Elternhaus geboren und fand nicht nur bei den Darstellern, sondern auch beim Publikum breite Zustimmung", freute sich Katrin Kaiser über die durchweg positive Resonanz.ESo konnten Prof. Uwe Mittler, Vorsitzender dieser Stiftung, 500 Euro für den Erhalt und Betrieb des Elternhauses übergeben werden. Bei dieser Gelegenheit zeigte er einer kleinen Abordnung der insgesamt 22 Schauspieler der "Aller-Laien" das Elternhaus in Magdeburg, informierte ausführlich und anschaulich über das Konzept und Projekte.

"Wir kehrten mit vielen Emotionen und positiven Eindrücken heim", meinte die Theaterchefin. Der Aktion der "Aller-Laien" hatten sich auch die Mitarbeiter der BEK-Geschäftsstelle in Haldensleben angeschlossen und eine großzügige Spende mit auf den Weg gegeben.

Noch immer klingt der Hilfsgedanke nach: Die "Aller-Laien" werden sicher wieder an die Großzügigkeit der Zuschauer appellieren, denn Projekte, die Kindern Hoffnung machen, die Kindern helfen, schneller gesund zu werden, die die Welt ein bisschen besser machen, sollten ständig unterstützt werden, so Katrin Kaiser.

Und das, obwohl die Theatergruppe ihre sämtlichen Ausgaben für Kostüme, Requisiten und Ausstattung ebenfalls aus ihrer eigenen Tasche bestreiten müssen.

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