Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Weferlingen stellte sich künftigen Fünftklässlern vor. Schüler und Lehrer hatten zum Tag der offenen Tür ein umfangreiches Programm vorbereitet.

Weferlingen l Von drei zu bildenden 5. Klassen gehen die Lehrer des Weferlinger Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums aus, wenn das neue Schuljahr Ende August startet. Für alle, die vielleicht noch unentschlossen sind oder schon einmal sehen wollten, wo sie künftig zur Schule gehen werden, öffnete das Gymnasium für einen Vormittag seine Türen. Nicht nur die heutigen Viertklässler, sondern auch ältere Schüler ab der 6. Klasse, die einen Schulwechsel erwägen, waren willkommen.

In gewohnt souveräner Weise wurden die Gäste am Eingang von Gymnasiasten empfangen. Schüler unter den Gästen erhielten Namensaufkleber, ihre Eltern hingegen einen Flyer mit den Angeboten zur Besichtigung von Klassenzimmern, dem Kulturprogramm und der Gesprächsrunde in der Aula.

Luca, erst seit diesem Jahr bei der Schülerzeitung des Stein-Gymnasiums dabei, bot die letzten Ausgaben der Zeitung an. "Ich bin noch nicht so lange dabei, aber die Arbeit in der Redaktion macht mir großen Spaß", erzählte der Schüler. Für die jüngste Ausgabe hatte er zum Beispiel ein Interview mit dem Schülersprecher Karl Spenn geführt und ihn so gleich besser kennen lernen können. In der Regel kommt die Redaktion alle zwei Wochen zusammen. An der neuen Ausgabe werde aber noch getüftelt, wann genau sie erscheint, stünde noch nicht fest.

Im Fachraum für Geschichte und Mathematik konnten die Besucher an Aufgaben an der Tafel knobeln. Sechstklässlerin Elina erläuterte an einem Modell ein kombiniertes Wohn- und Stallhaus und das Wohnhaus eines reichen Römers.

"Wir spielen gleich auch Theater", luden unter anderem Kea und Stefanie die Gäste zum Zuschauen ein. Einige Schüler liefen durch das Schulhaus und machten lautstark auf das Theater aufmerksam. Am Ende des Flurs im Erdgeschoss war für das Stegreiftheater "Aschenputtel" die Kulisse schon aufgebaut. Die Mimen mussten zwar nicht in große Kostüme schlüpfen, denn gespielt wurde hinter einer Leinwand, dafür aber mussten sie sportlich sein, denn nach ihrem Text verschwanden die Figuren wieder hinter dem Vorhang und tauchten nur aus der Deckung auf, wenn sie wieder an der Reihe waren.

Die Texte waren so komprimiert und jugendlich-cool, dass man verstand, worum es ging, das Stück aber nicht unnötig in die Länge gezogen wurde. Die zahlreichen Zuschauer der ersten Vorstellung spendeten reichlich Applaus für die witzige und zugleich unterhaltsame Vorstellung.

Gleich nebenan informierte Lehrer Jürgen Wenz über den Russisch-Unterricht und die Partnerschaft mit einer Schule in Ufa, der Hauptstadt von Baschkortostan.

Die Fachschaften Deutsch, Englisch, Geographie, Französisch und Musik stellten sich ebenfalls im Erdgeschoss vor.

Gewohnter Andrang herrschte im Fachkabinett für Chemie und Biologie. Kleine Experimente wurden von den Schülern gern ausprobiert und vorgestellt.

Im Obergeschoss präsentierten sich außerdem die Fachschaften Physik, Ethik, Religion sowie Kunst mit einer kleinen Ausstellung im Lichthof. Der Sport präsentierte in einer Dokumentation sein alljährliches Skilager.

Das Angebot der Schule, mit jetzigen Fünftklässlern und ihren Eltern ins zwanglose Gespräch zu kommen, um zu erfahren, wie der Sprung von der Grundschule ins Gymnasium gelungen ist, nutzten viele Besucher.

Gut gelang dem Schulchor sein Auftritt auf der Bühne der Aula. Pfiffige Lieder wie "Tief im Dschungel" und "Wer hat die Kokosnuss geklaut" zeigten die Sangesfreude der Mädchen und Jungen.

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