Haldensleben (az) l Mit Joachim Hoeft hat die SPD einen Kandidaten aufgestellt, der auf eine reiche Erfahrung in Sachen Verwaltungsarbeit zurückblicken kann. Bereits seit 25 Jahren arbeitet der 61-Jährige beim Landkreis - und zwar zunächst für den Kreis Haldensleben, später für den Ohrekreis und nun für den Landkreis Börde. Dabei ist Joachim Hoeft seit 22 Jahren Dezernent.

Geboren wurde der Wahl-Haldensleber in Erfurt, wo er auch studierte. Zunächst unterrichtete Joachim Hoeft als Lehrer für Mathematik und Kunsterziehung an der Oberschule Weferlingen. Von 1988 bis 1990 war er Mitarbeiter des Haldensleber Kulturbundes. Mit der Wende wechselte er dann in die Verwaltung. Seit 2010 lebt Joachim Hoeft in Haldensleben. Er ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Seine Leidenschaft gilt unter anderem der Fotografie sowie der Bildbearbeitung und dem Grafikdesign. "Das macht mir wahnsinnig Spaß", verrät der 61-Jährige. Auch sein Wahlkampf-Flugblatt hat er selbst entworfen. Ausstellungen mit Hoefts Werken gab es bisher nicht nur in Haldensleben, sondern unter anderem auch in Berlin, Halberstadt oder Magdeburg. Außerdem schwingt sich Joachim Hoeft oft aufs Fahrrad. "Nach der Arbeit mache ich gern eine 20-Kilometer-Tour. Kälte spielt für mich dabei keine Rolle", erklärt der Kandidat. Joachim Hoefts politische Ziele sind umfangreich. Dabei setzt er jedoch klare Schwerpunkte: "Die Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung und die spärlicher fließenden Finanzmittel von EU, Bund und Land werden die Stadt vor neue Aufgaben stellen. Diesen beiden großen Herausforderungen möchte ich mich als Bürgermeister stellen, damit Haldensleben weiterhin eine Zukunft hat." Außerdem wolle er ein realistisches Entwicklungskonzept für die Innenstadt vorantreiben - und zwar in Zusammenarbeit mit Planern, den Gewerbetreibenden und den Bürgern.

Die Arbeit des aktuellen Bürgermeisters Norbert Eichler sieht Joachim Hoeft durchaus positiv: "Zusammen mit der Verwaltung und dem Stadtrat hat Herr Eichler über Jahre kluge Entscheidungen getroffen. Sonst hätte sich Haldensleben nicht so entwickelt, denn im Vergleich mit anderen Städten steht es sehr ordentlich da."

Der häufige "Hickhack im Stadtrat" sei ihm jedoch ein Dorn im Auge. "Es geht um die Sache, um Haldensleben und um das Vertrauen zwischen den Abgeordneten und der Verwaltung - und nicht um persönliche Befindlichkeiten", stellt Joachim Hoeft klar. Deshalb habe er sich vorgenommen, ein vertrauensvolles Miteinander zu stärken. Dabei setzt Hoeft nicht nur auf seine Erfahrung in der Kreisverwaltung: "Aufschäumen und Lospoltern ist nicht mein Ding. Ich sehe mich eher als sachlichen, ausgleichenden und logischen Menschen", erklärt der Kandidat. Weiterhin will sich Joachim Hoeft für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt stark machen. So sollen durch schnelle Planung und Förderung weitere Betriebe nach Haldensleben gelockt werden. Auch die Weiterentwicklung der Bildungslandschaft und der Ortsteile lägen ihm am Herzen.