Die sieben Frauen der Eickendorfer Sportgruppe lockten mit einem Festessen zur fünften Grünkohlwanderung. Doch bevor das große Schlemmen beginnen konnte, sorgten die Damen als "Putzteufelinnen" im Dorfgemeinschaftshaus nach den jüngsten Umbauarbeiten für Ordnung und Sauberkeit.

Von Anett Roisch

Eickendorf. Grünkohl, Kassler und Kohlwurst verspeisten die 25 Frauen und Männer, die sich auf Einladung der Damen der Eickendorfer Sportgruppe zum Essen angemeldet hatten. Ganz nach Hunger gab es Nachschlag, bis alle Bäuche prall gefüllt waren. Während die Gäste ein oder zwei Verdauungsschnäpse tranken, waren die fleißigen Küchenfeen der Sportgruppe schon beim Abwasch.

"Bis gestern Mittag hatten wir noch die Handwerker im Dorfgemeinschaftshaus", berichteten die Sportlerinnen und zeigten auf die neue Treppe, die zum neu ausgebauten Obergeschoss führt. Nur durch den spontanen Putzeinsatz der Sportfrauen war das gemeinsame Grünkohlessen möglich. Die Damen bewiesen wieder einmal, dass sie nicht nur sportlich elegant turnen, sondern dass sie auch wahre Putzteufelinnen und vorbildliche Gastgeberinnen sind. Dafür gab es ein großes Dankeschön. Lobende Worte für die engagierte Sportgruppe hatte im Besonderen Ortsbürgermeister Günter Brink, der ebenfalls seine Wanderschuhe geschnürt hatte.

Die Frauensportgruppe gibt es inzwischen schon seit 37 Jahren. "Dabei scheinen die Damen nicht älter zu werden, sondern immer hübscher", feixten die Männer, die sich gern mit den Köstlichkeiten verwöhnen ließen. Immer mittwochs um 19 Uhr treffen sich Ingrid Engelke, Marlis Krull, Maria Plock, Monika Kuska, Christa Handge, Marita Schwarz und Siegrid Brink, um ihre Glieder und den Kreislauf in Schwung zu halten. Wer nicht mehr so gut zu Fuß ist, durfte trotzdem den Grünkohl mit verspeisen und später auch wieder mit am Kaffeetisch sitzen. Ausgerüstet mit einem Handwagen voller Getränke und in Begleitung der Sonne sollte es in Richtung Zillbeck und Maschenhorst, durch den Wald nach Belsdorf und dann wieder zurück gehen.

Gut gelaunt rätselten die Wandersleute, warum wohl der neue Sirenenturm am Dorfteich nicht senkrecht steht. Ob es am flüssigen "Frostschutzmittel", das die Wanderer getrunken hatten, lag? Oder steht der Sirenenturm auf einem Hang, dass er nicht kerzengerade schien? Egal! Hauptsache man hört die Sirene im ganzen Ort.

Nach der etwa acht Kilometer langen Tour war niemand verloren gegangen. Es gab im Dorfgemeinschaftshaus Kaffee und Kuchen, den die Sportfrauen gebacken hatten.