In der Oebisfelder Grundschule an der Aller war am Mittwoch der Kultur-, Sport- und Schulausschuss der Stadt Oebisfelde-Weferlingen zu Gast. Dort wurde die interaktive Tafel vorgestellt, die auf Beschluss des Stadtrates im vergangenen Jahr angeschafft worden war.

Oebisfelde-Weferlingen. "Einen großen Dank des Kollegiums möchte ich ihnen dafür aussprechen, dass sie sich für die Anschaffung dieser Tafel entschieden haben", sagte die Leiterin der Grundschule, Ulrike Eggers, an die Ausschussmitglieder gewandt. Sie sei froh, Neues in der Schule bieten zu können. "Auch für uns war das unbekanntes Gelände. Aber wir haben gesagt, für die Schüler ist es wichtig, wir probieren das aus", so Eggers. Es sei so, dass immer irgendwer den Anfang machen müsse. Sie freue sich, dass die Grundschule An der Aller Vorreiter auch für die anderen Schulen der Stadt sein könne.

Dörte Metzner und Steffen Kopischke sind die Lehrer, die sich am intensivsten in die Arbeit mit dem neuen Medium hineingekniet hatten. Sie stellten den Stadträten am Mittwoch die Arbeit mit dem interaktiven Whiteboard vor.

"Wir haben uns von der Technik faszinieren lassen. Sie bietet unendlich viele Möglichkeiten, den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten, bietet Vorteile bei der Unterrichtsvorbereitung und spart im Unterricht selbst viel Zeit, in der wir uns dann den Kindern direkt widmen können", berichtete Metzner. Sie demonstrierte an der Tafel, wie diese zum Beispiel im Deutschunterricht eingesetzt werde. Fertige Tafelbilder können an die weiße Tafel projeziert werden, mit Finger oder Stift können dann Wörter verschoben, unterstrichen oder eingekreist werden. "Wir können auch die Übung vom Unterrichtsende abspeichern und am nächsten Tag genau dort weitermachen, ohne erst das Tafelbild wieder anschreiben zu müssen. Außerdem fliegt kein Kreidestaub mehr durch den Raum", nannte sie einen weiteren Vorteil.

Auch Steffen Kopischke, der die Tafel mit den Schülern vorwiegend im Mathematikunterricht nutzt, konnte die Mitglieder des Ausschusses von den Vorteilen dieses neuen Arbeitsmittels überzeugen. "Die Aufmerksamkeit der Schüler ist enorm. Sie haben sich ebenso von der Technik fesseln lassen wie wir. Sie haben sich schnell auf die Neuerung eingestellt und lernen, das neue Medium zum Lernen zu nutzen", betonte Kopischke.

Olaf Kleinschmidt, der von der Herstellerfirma zur Ausschusssitzung gekommen war, erklärte, dass der Hersteller mindestens fünf Jahre Garantie auf die Tafel gebe. Er halte es für sinnvoll, in solche Unterrichtsmittel zu investieren. "Das ist eine inhaltliche Investition. Die Kinder lernen damit zu lernen und neue Medien zu nutzen. Also kann man das schon als vorgezogene Wirtschaftsförderung sehen", erklärte er.

Edtiha Bernick schlug vor, dass in absehbarer Zeit alle Grundschulen der Stadt mit einer solchen interaktiven Tafel ausgestattet werden sollen. Damit sprach sie genau das aus, was im Grundsatzband des Lehrplanes der Grundschulen als Leitidee formuliert und festgehalten ist. Dort heißt es: "Es ist zentrales pädagogisches Anliegen, die Schüler bereits im Grundschulalter an den reflektierenden Umgang mit verschiedenen Medien als Informations- und Kommunika- tionsmittel heranzuführen. Medienkompetenz in der sich verändernden Gesellschaft ist eine wichtige Voraussetzung für selbstbestimmtes Handeln, die Übernahme sozialer Verantwortung sowie die Bewältigung gesellschaftlicher Anforderungen."

Gleichzeitig hatte Bernick betont, dass der Landkreis dann auch Sekundarschulen und Gymnasien mit solcher Technik ausrüsten müsste. "Sonst reißt das doch ab. Das muss einheitlich gesteuert werden. Wir sollten auch Landtagsabgeordnete immer wieder darauf ansprechen, damit sie sich dafür stark machen", sagte sie. Jürgen Preikschas schlug vor, dass, wenn die politische Ebene bei der Anschaffung neuer Tafeln versage, auch Sponsoren angesprochen werden sollten.

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