Das Kinderfest des Kirchenkreises Haldensleben-Wolmirstedt lockte wieder viele Mädchen und Jungen zur Haldensleber St.-Marien-Kirche. Trotz starken Regens fiel die Veranstaltung nicht ins Wasser.

Haldensleben. Dass ein Gotteshaus oft auch als Zufluchtsstätte vor gefährlichen und ungemütlichen Situationen dient, wurde den Besuchern des vom Kirchenkreis Haldensleben-Wolmirstedt organisierten Kinderfestes am Sonntag einmal mehr vor Augen geführt.

In mühevoller Kleinarbeit bauten viele Helfer überdachte Stände und Sitzgelegenheiten auf dem Vorplatz der Haldensleber St. Marien-Kirche auf, die ihren Platz jedoch nicht lange beibehielten: als heftige Regengüsse vom Himmel fielen, musste das Werk mehrerer Stunden in Kürze wieder abgebaut werden, und alle Helfer sowie die bereits anwesenden Besucher flüchteten sich ins Innere der Kirche.

Von den Wettereskapaden ließen sich die Helfer der verschiedenen teilnehmenden Vereine und Einrichtungen, des Kirchenkreises Haldensleben-Wolmirstedt, des CVJM, der jungen evangelischen Gemeinde, der evangelischen Grundschule St. Hildegard, des evangelischen Kindergartens St. Marien und des Mauritius-Hauses Niederndodeleben jedoch nicht aufhalten: kurzerhand wurden alle Kreativstände und Programmpunkte nach drinnen verlegt.

Die Gemeindepädagogen Karl Michael Schmidt und Robert Neumann eröffneten den Reigen der Vortragenden dem grauen Himmel zum Trotz mit einigen fröhlichen Liedern. Auch die Mädchen und Jungen der Kinderkantorei verbreiteten gute Laune mit ihren neu eingeübten Stücken, zu denen alle kleinen und großen Zuhörer mitklatschten.

Besonders aufmerksam verfolgten sie auch das Anspiel, das die Mitarbeiter des Kirchkreises für die jüngsten Gemeindemitglieder vorbereitet hatten. Die Gemeindepädagogen Gabriele Steigemann und Robert Neumann sowie Superintendent Uwe Jauch erzählten das Gleichnis vom verlorenen Sohn in moderner Form. Die Kinder bekamen jeweils zehn Goldmünzen, die sie an zahlreichen Bastel- und Kreativständen verprassen durften. Als sie alles ausgegeben hatten, wie der verlorene Sohn das Erbe seines Vaters, wurden sie dennoch mit offenen Armen empfangen und belohnt. So wurde ihnen das Motto des Festes "Geh auf\'s Ganze" nahegebracht.

   

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