Flechtingen (mb). Mit tollen Nachwuchsbands startete die Rocknacht auf dem Hof des Wasserschlosses in Flechtingen im Rahmen der Festwoche zum 1050. Geburtstag des Ortes, bevor mit "Silent Song" aus Magdeburg die Rock-Opas, wie sie sich selbst bezeichneten, auf die Bühne kamen.

Mit Lampenfieber gingen Karl Spenn und Viktor Jarek auf die Bühne. Bisher haben die beiden, die aus Behnsdorf und Hödingen kommen, eher in kleinem Rahmen gespielt, mal in der Behnsdorfer Kulturscheune, bei kirchlichen Festen oder auf einer Geburtstagsfeier. Karl ist 12, Viktor 13. Als Karl die ersten Monate Schlagzeugausbildung hinter sich hatte, fragte er Viktor, der schon länger Gitarreunterricht hatte, ob sie nicht mal zusammen spielen könnten. Das machte beiden Spaß, so entstand vor zwei Jahren die kleine Band "venture".

Die Titel suchen sie gemeinsam aus. "Rockfunk", so sagt Karl, wäre ihre Richtung. Sie singen meist englische Titel, aber auch einige deutsche wie "Delmenhorst" von "Element of Crime". "Ich hab jetzt Sachen an, die du nicht magst, und die sind immer grün und blau", singen sie, und sie tragen sogar Shirts in den Farben. Falls noch jemand in der Band mitspielen will, die Jungen würden sich freuen. Ihr nächster Auftritt wird übrigens im Juli beim Johannesfest in Hödingen sein.

Erst im Sommer des vergangenen Jahres fand sich "diagonal" zusammen, die Band des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Weferlingen. Die 16-Jährigen proben allein, können In-strumente nutzen, die es an der Schule noch von vorigen Bands gibt.

Beim Ehemaligentreffen der Schule im Oktober und beim Weihnachtsmarkt haben sich die junge Musiker aus Erxleben, Lemsell, Morsleben und Döhren erstmals öffentlich vorgestellt. In der Flechtinger Festwoche werden sie übrigens am Donnerstagnachmittag beim Tag der Jugend am Haus der Jugend und Vereine nochmal zu hören sein. Für Julia Litzenberg sind diese Auftritte in Flechtingen fast ein Heimspiel, denn sie wohnt im Ortsteil Lemsell.

"diagonal" spielt deutsche und englische Titel. "Wir haben für jedes Publikum etwas", sagt Jamie Woitynek. Im Schlosshof setzten sie mehr auf deutsche Titel von den Toten Hosen, den Sportfreunden Stiller, von Keimzeit. Und den Schlusspunkt bildete "Jugendliebe" von Ute Freudenberg.

 

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