Schönhausen l Ein Lehrgang zum Erwerb des Fischerei-scheines begann am Wochenende in Schönhausen. "Vorgeschrieben sind dafür 30 Unterrichtsstunden", erklärte Ausbilder Eckhard Habiger aus Schönhausen. Mit dabei sind elf Anwärter, drei davon kommen aus Schönhausen, zwei aus Klietz, auch Molkenberger und Havelberger sowie Altmärker sind dabei. Der Lehrgang findet im Domizil der Schönhauser Sportangler im Bürgerzentrum statt.

Los ging es mit der Gesetzeskunde, Fisch- und Tierschutzgesetze werden den angehenden Anglern dabei unter anderem vermittelt. Es folgen Geräte- und Gewässerkunde, der Naturschutz sowie allgemeine und spezielle Fischkunde. Die Prüfung in mündlicher und schriftlicher Form ist am 5. April im Landratsamt in Stendal. Dazu finden sich Prüflinge aus dem gesamten Landkreis ein.

Für Friedfischschein ist nur eine mündliche Prüfung nötig

Wer hingegen den Jugend- oder den Friedfischfischereischein erwerben möchte, muss nur eine mündliche Prüfung ablegen. Hierzu sind die Anforderungen weit weniger hoch, die Ausbildung erfolgt nur an einem Tag. Der nächste Lehrgang ist am 15. Februar im Schönhauser Bürgerzentrum. Ab 13.30 Uhr werden die Unterlagen herausgegeben, Einweisung und Prüfung folgen am 21. Februar ab 16 Uhr.

Den Jugendfischereischein kann erwerben, wer unter 14 Jahre alt ist. Wer den Friedfischschein besitzt, darf keine forellenartigen Fische und keine Raubfische fangen. Letztere Möglichkeit wurde mit dem neuen Fischereigesetz ermöglicht, es war erst im September des Vorjahres in Kraft getreten. Neu geregelt wurde darin auch das Prüfungssystem, es muss nun professioneller erfolgen. In diesem Jahr werde darum auch eine neue Prüfungskommission berufen.

Das neue Gesetz brachte wegen seiner höheren Anforderungen bei den Anmeldungen zum Fischereischein einen Rückgang mit sich, hingegen stiegen die Zahlen beim Jugend- und Friedfischschein. Auch für den Lehrgang im Februar liegen schon zahlreiche Anmeldungen vor, weshalb zwei Gruppen gebildet werden sollen. Eine wird Bernd Witt übernehmen, die andere Eckhard Habiger.

"Bislang hatte es im Jahr immer zwei Lehrgänge gegeben", erklärte Eckhard Habiger. Zur Prüfung in Stendal hatten sich bis zu 180 Prüflinge angefunden. Er selbst hatte sogar schon angehende Angler aus der Region um Seehausen und Osterburg ausgebildet.

Der nächste Lehrgang ist im Sommer in Havelberg geplant, so denn die Resonanz dort ausreicht. Bislang hatte es mehr Anmeldungen aus dem Süden des Altkreises gegeben.