Der Ortsteil Vehlgast wird noch im Sommer dieses Jahres eine Steganlage erhalten. Auf der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses wurde noch einmal auf die Dringlichkeit der Investitionsmaßnahme hingewiesen.

Vehlgast-Kümmernitz l "Laut dem Bewilligungsbescheid für die Errichtung einer Steganlage stehen 45000 Euro für die Maßnahme in Vehlgast zur Verfügung", informierte Amtsleiterin Petra Jonschkowski die Teilnehmer an der Ausschusssitzung. Hinzu würden dann noch 5000 Euro aus Eigenmitteln der Stadt kommen. "Allerdings", fuhr sie fort, "läuft uns langsam die Zeit davon. Denn die Fördermittel stehen nur bis zum 31. August dieses Jahres zur Verfügung. Wenn die Anlage bis dahin nicht gebaut worden ist, verfällt das Ganze", verwies sie mit Nachdruck auf die Dringlichkeit.

Neuer Standort direkt am Dorf

Holger Ellmann vom Ingenieurbüro Ellmann/Schulze aus Sieversdorf, das sich hauptsächlich mit Landschaftsplanung und Wasserwirtschaft befasst, beruhigte sie und die Runde. "Das ist immer noch gut zu schaffen", versicherte er. Allerdings müsse die Ausschreibung für den Bau des Anlegesteges so schnell wie möglich erfolgen.

Der Anleger ist ein langjähriger Wunsch der Vehlgaster. Er war schon mehrfach Thema im Ortschaftsrat Vehlgast-Kümmernitz und in städtischen Gremien, wobei im Vordergrund zunächst immer nur der mögliche Standort stand.

Alle bisherigen Vorstellungen dazu sind inzwischen wieder verworfen, "wir favorisieren derzeit einen Bereich an der Ortslage, wenige Meter von der Treppe entfernt, die vom Dorf hinunter zum Uferbereich führt". Da es sich um einen Schwimmsteg handelt, der mit muskelbetriebenen Booten bewegt werden kann, könne dessen Lage jederzeit auch wieder geändert werden, erklärte Holger Ellmann.

Die Planungen sehen den Bau eines 20 Meter langen Steges vor, an dem sieben Liegeplätze vorgehalten werden. Boote von maximal zehn Meter Länge finden an ihm Platz zum Festmachen.

Förderung für das Haus Helena

Die Mitglieder des Bauausschusses gaben auf ihrer Sitzung nicht nur dieser Maßnahme ihre vollste Zustimmung, sondern befürworteten auch die Förderung des Bauvorhabens Vor dem Steintor 21b (Haus Helena). Das Gebäude, das durch seine Viergeschossigkeit den städtebaulichen Raum an der Havel besonders dominiert, ist ein Einzeldenkmal. Die Sanierung des Wohnhauses "setzt sich insgesamt aus drei Teilabschnitten zusammen, von denen der Eigentümer zwei Teilabschnitte bereits mit Eigenmitteln denkmalgerecht saniert hat. Für den dritten Gebäudeteil mit dem besonders auffälligen Erker sollen nun Mittel aus dem Programm ,Stadtumbau Ost` eingesetzt werden, um den gesamten Gebäudekomplex vollständig wieder in seiner bedeutenden Architekturqualität erleben zu können", heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage. Der Förderhöchstbetrag für die Baumaßnahme umfasst übrigens eine Summe von 82500 Euro.