Seit Jahren schon kämpfen die Bewohner von Neuschollene für einen Radweg ins Hauptdorf. Die bevorstehende Buga macht dessen Bau endlich möglich.

Schollene l Neben der Straße, die von Neuschollene nach Schollene führt, wird seit der Vorwoche gebaut. Die Baufirma Matthäi aus Stendal hatte von der Landesstraßenbaubehörde den Zuschlag für den Bau dieses 1,27 Kilometer langen Abschnittes des Havelradweges erhalten. Die Kosten in Höhe von etwa 240000 Euro zahlt das Bundesland Sachsen-Anhalt.

Derzeit gibt es hier zwei Schwerpunkte. In Richtung Schollene arbeitet sich der Bagger vor und koffert die Trasse knapp einen halben Meter tief aus. Frostschutzschicht und Mineral werden anschließend aufgebracht, dann folgt die Asphaltschicht.

Asphalt wird dann auch im ersten Bauabschnitt dieses Bereiches aufgetragen, also auf dem im Vorjahr gebauten Weg von der Landesgrenze am Weißen Berg nach Neuschollene. Dieser war an einer Stelle nur provisorisch geschottert worden, damit das hier neu aufgetragene Erdreich sich setzen konnte.

Gebaut wird auch im Waldbereich, hier werden auf einer Länge von 130 Metern Amphibienleitwände aus Polymerbeton aufgestellt. Diese schließen sich beiderseits der Straße an die bereits vorhandenen Leitwände an, zudem wird noch ein sogenannter "Krötentunnel" für die wandernden Amphibien im Straßenkörper entstehen.

Bei dessen Bau macht sich eine Ampelregulierung des Verkehrs nötig, war auf der Baustelle zu erfahren, ansonsten sind Straßensperrungen nicht vorgesehen. Die Fertigstellung des zwei Meter breiten Radweges ist für den Monat August geplant, teilte die Stendaler Straßenbaubehörde auf Anfrage mit.

Neuschollener fordern den Bau schon seit Jahren

Seit Jahren schon dringen die Neuschollener auf den Bau eines Radweges nach Schollene, hatte es doch schon viele gefährliche Situationen auf der unübersichtlichen und kurvenreichen Straße gegeben. Doch reichte das Verkehrsaufkommen für einen Bau bislang nicht aus. Die bevorstehende Bundesgartenschau macht den Bau jetzt jedoch möglich, der neue Havelradweg wird von Neuschollene bis Havelberg führen. Kurz vor der Vergabe ist der Abschnitt von Molkenberg durch den Polder nach Warnau, Bürgermeister Armin Wernicke hofft, dass auch der Abschnitt von Schollene nach Molkenberg noch in diesem Jahr begonnen wird.