Havelberg l Vor dem Abschlussfest mit einem lachenden und einem weinenden Auge hatten die Einschüler in den Tagen zuvor schon einige tolle Unternehmungen erlebt. Sie besuchten das Prignitz-Museum, um dort alte Kinderspiele kennenzulernen, und machten einen Abstecher in den Dom. Eine Fahrradtour führte in den Wald. Dort baute der Erzieher Dennis Timm mit den Kindern eine Bude. Anschließend wurden Frösche betrachtet und man sah sich im Wald um.

Ein Besuch im Havelberger Jugendzentrum folgte am nächsten Tag und für viele Kinder soll es nicht der letzte Besuch gewesen sein. Am Donnerstag haben die Einschüler mit viel Geschick, etwas Farbe und anderem Bastelmaterial ein Hundertwasserhaus gebaut und ihre Bilder darin verewigt.

Mit Stricklied in Brandenburg

"Das ist schon seit einigen Jahren so üblich, dass die Einschüler irgendetwas Bleibendes zur Erinnerung hinterlassen", erklärt die Leiterin der Einrichtung Heidi Lähns. Am Freitag stand noch ein Besuch im Erlebnispädagogischen Centrum Havelberg ELCH auf dem Plan, um sich dort das Klassenzimmer von damals und einiges mehr anzuschauen. Mit einem Ausflug ins Schwimmbad endet dann die Fest- und Abschiedswoche für die diesjährigen Einschüler.

Zum Abschlussfest begrüßte Heidi Lähns Eltern, Großeltern, Geschwister und auch einige ehemalige Erzieherinnen. Sie bedankte sich bei den Eltern für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung in der Kindergartenzeit. Dann waren die Hauptpersonen an diesem Tag an der Reihe, die Einschüler. "Ihr habt in den letzten vier beziehungsweise fünf Jahren hier im Kindergarten viel gelernt. Seid ihr nun bereit für die Schule?", fragte sie die Kinder. Ein zum Teil Verhaltenes "Ja" gab es als Antwort und die Eltern mussten schmunzeln. Dass die Kinder aber tatsächlich für die Schule bereit sind, bewiesen sie mit dem Programm, das sie für das Abschlussfest einstudiert hatten. Mit Liedern und Gedichten erfreuten sie die Erwachsenen. Dazu gehörte das Stricklied, das die Kinder am Sonntag zuvor in Brandenburg beim Programm "Kinder spielen Buga" gesungen hatten. Als die Einschüler dann ein Lied in englischer Sprache sangen, das sie mit der Erzieherin Katja Jablonsky einstudiert hatten, staunten die Eltern nicht schlecht und es gab viel Applaus. Dann folgte das Abschiedslied "Nun sagen wir Auf Wiedersehen ...". Bei Kaffee und Kuchen sowie dem Abc-Schultest, an dem auch die Eltern teilnahmen, verging die Zeit wie im Fluge. Pünktlich vor dem Fußballspiel Deutschland - USA rutschten die Einschüler dann symbolisch aus dem Kindergarten heraus. Sie erhielten eine kleine Zuckertüte und ihre "Chronik", drückten noch einmal ihre Erzieherin und dann ging es aber ab nach Hause.

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