Eigentlich geht man bei dieser tropischen Hitze nicht raus - wenn man nicht muss. Doch das Sommerfest ist den Garzern heilig, bei über 30 Grad im Schatten war es recht gut besucht.

Garz l Für was das Internet doch immer so gut ist: Hier entdecken Ortswehrleiter Alfred Hagen und seine Frau Petra immer wieder Anregungen für neue Geschicklichkeitsspiele. Diesmal gab es beim Sommerfest in Garz die Premiere des Hammerzielwerfens. Hierbei muss ein Zimmermannshammer so geworfen werden, dass er mit der Spitze in einer von mehreren Baumscheiben stecken bleibt. Diese waren alle verschieden nummeriert, entsprechend hoch war die zu erreichende Punktzahl.

Doch sah die Sache leichter aus, als sie in der Praxis zu bewerkstelligen war - oft prallte der Hammer ab. Mario Hillme war recht geschickt im Umgang mit dem neuen Wurfgerät, er traf zwei Mal in die Mitte - der dritte Hammer fand dann leider keinen Platz mehr in der kleinen Baumscheibe. Mit 15 die meisten Punkte sammelte aber Roland Riebschläger, nach dem Stechen folgten Stefan Ode und Hans-Joachim Ganzer auf den Plätzen.

Die andere Station der Feuerwehr war der Teebeutelzielwurf, hier trafen sogar manche Kinder das Ziel in der Mitte der Ahrenbergscheibe - eigentlich nutzen sie die Angler - erstaunlich gut. Am Ende musste ein Stechen über die Platzierungen entscheiden, denn drei Starter hatten die Höchstpunktzahl: Es siegte Heiko Uhlig vor Robert Wegener und Katja Lucke.

Sportfischer waren auf dem Festplatz in Garz übrigens auch vertreten: Ortsvereinsmitglied Walli Aust aus Wulkau ist auch Mitglied in der DAV-Angelgruppe Schönfeld, in deren Auftrag hatte sie ein Angelspiel gebaut. Nicht nur Fische konnte man aus dem Pappkasten herausziehen, sondern auch Nieten in Form eines Papierschuhs.

Wie an dieser und den Feuerwehrstationen winkten den Erfolgreichen natürlich Preise, die meisten hatte die Ortschaft zur Verfügung gestellt - mit Hilfe von vielen Sponsoren. Eigene Preise stiftete hingegen das Team der Jagdgenossenschaft um Wilhelm Schröder, es lud zum Kegeln ein.

Wie in den Vorjahren hatte Altherrenkicker Gerd Schulz im Auftrag des SSV Havelwinkel das Torwandschießen organisiert, jeder Starter hatte sechs Schuss. Am erfolgreichsten war bisher jener Schütze, der drei Treffer erzielt hatte. Zumeist macht sich am Ende ein Stechen erforderlich.

Die Kinder konnten sich beim Büchsenwerfen oder Stangenklettern probieren, hoch oben durfte man sich die Preise abpflücken. Das Jugendzentrum aus Havelberg war mit Edelgard Latuske vertreten, sie lud zum Glasfräsen ein. Der Schützenverein aus Klietz war mit seinem Schießwagen vor Ort.

Musikalisch begleiteten die Osterburger Blasmusikanten das Fest, sicher kein leichter Part bei solcher Hitze. Ins Schwitzen kamen aber auch die Knirpse der Warnauer Kindertagesstätte, welche auch Garzer Kinder besuchen. Sie öffneten die Manege ihres "Zirkus Kunterbunt" mit zauberhaften Clowns, starken Männern, mutigen Akrobaten und wilden Pferden.

Beschaulicher mag es hingegen Christine Maczutajtis, im kürzlich begonnenen Vorruhestand hat die einstige Bauamtsleiterin ein Hobby aus Kindertagen neu entdeckt: das Zeichnen. Drei Aquarelle mit Blick auf Garz, der Fachwerkkirche und den Weg zum Hafen hatte sie ausgestellt.

Gaudi bei der Nagelstaffel

Gaudi versprach später auch die Nagelstaffel, zwei Mannschaften traten gegeneinander an: Lauf mit Sprung über eine Bank und Slalom, Nagel einschlagen und ein Glas austrinken. Der Samstag klang mit einer Disko aus, wo auch die Garzer Buben wieder einen Auftritt hatten, auch gab es ein Feuerwerk. Gestern gab es noch einen Frühschoppen an der Feldküche und Bingo.

Ortsbürgermeisterin Astrid Braunsdorf dankt allen Helfern sowie dem Bauhof aus Havelberg.

   

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