Die Polizei stattete dem Busunternehmen von René Bauz aus Schollene gestern gleich mit vier Beamten einen Besuch auf dem Fahrzeugdepot in Havelberg ab. Ein Bus nach dem anderen wurde von ihnen gründlich "unter die Lupe" genommen.

Havelberg l "Das Busunternehmen hat sich freiwillig für die Kontrolle angemeldet", betonte Polizei-Kommissar Fred Mücke vom Polizeirevier in Stendal. Hintergrund: Seit nunmehr fünf Jahren initiieren das Polizeirevier und der Landkreis Stendal vor dem Beginn eines neuen Schuljahres gemeinsam eine Aktion zur Verkehrssicherheit. Dabei stehen speziell die Busunternehmen im Mittelpunkt, die mit der Schülerbeförderung im Landkreis beauftragt worden sind.

René Bauz hat für diese an jedem Schultag bis zu 18 Busse, darunter auch einige Sprinter, im Einsatz. "Die Beförderung der Schüler erfolgt im Rahmen des Linienverkehrs", sagt er. Für den Altkreis Havelberg sei dafür fast ausschließlich seine Firma zuständig. Zum Beispiel von und nach Vehlgast-Kümmernitz, von und nach Nitzow, von und nach Schollene mit allen seinen Ortsteilen oder auf der Landeslinie zwischen Glöwen und Havelberg und zwischen Havelberg und Stendal mit allen an diesen Strecken liegenden Städten und Dörfern.

Damit die Kinder und Jugendlichen sicher zur Schule und von dort wieder nach Hause kommen - und auch alle anderen Fahrgäste sicher ihr Ziel erreichen -, ist es von großer Bedeutung, dass sich jeder Bus in einem verkehrstechnisch einwandfreien Zustand befindet. "Zudem ist es auch für mich und meine Fahrer natürlich immens wichtig, auf bestehende Mängel aufmerksam gemacht zu werden, damit diese umgehend behoben werden können", erklärte René Bauz im Volksstimme-Gespräch, warum er sich zum wiederholten Male für diese Kontrolle angemeldet hat.

Zwei Beamte vom Revierverkehrsdienst des Polizeireviers Stendal und ein Beamter von der spezialisierten Verkehrsüberwachung des Bundesautobahn-Polizeireviers Börde checkten gestern im Busdepot am Gewerbegebiet Oberfeld jedes Fahrzeug für die Personenbeförderung ganz genau. Gravierende Mängel fanden sie nicht, was von einer guten Wartung und Pflege der Busse zeugte. Kleinere Mängel wurden entweder sofort beseitigt oder aber zu deren baldiger Erledigung notiert. Eine sich ablösende Profildecke von einem Reifen gehörte zum Beispiel dazu, Steinschlagspuren an der Frontscheibe oder ein defekter Aussteige-Signalknopf im Fahrgastraum.

Ferien sind eine gute Zeit für Werkstatttermine

Einige Busse, die gestern nicht vorgestellt wurden, befinden sich zur Ausführung von Reparaturen in der Werkstatt. Die Sommerferien sind eine gute Zeit dafür, ist von René Bauz zu erfahren. Denn mit dem Wegfall des Schülerverkehrs in diesen über sechs Wochen werden auch einige Linien, unter anderen die über die kleinen Dörfer im Havelwinkel, weniger bedient und durch Rufbusse ersetzt.