Die Liebhaber von Blasmusik sind auch in diesem Jahr wieder, trotz kurzfristiger krankheitsbedingter Absage des Genthiner Blasorchesters, beim traditionellen Blasmusikfest am Sonnabend in der Domstadt auf ihre Kosten gekommen.

Havelberg l Nach der Eröffnung des Festes durch Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski kamen zuerst die Osterburger Blasmusikanten auf die Bühne. Sie sind in der Hanse- und Domstadt keine Unbekannten mehr und verstehen es, das Publikum zum Mitmachen zu bewegen.

Das Blasmusikfest, das alljährlich im Rahmen des Altmärkischen Musikfestes stattfindet, lockt auch viele Besucher aus Nah und Fern an. Die Osterburger Blasmusikanten, unter dem Vorsitz von Rüdiger Mallohn und der musikalischen Leitung von Jürgen Emanuel, scheuten sich nicht davor, musizierend auf den Tischen all dieser Gäste entlangzuspazieren. "Drei weiße Birken" und viele andere bekannte Weisen zum Mitsingen und Mitschunkeln erfreuten die Herzen der Musikfreunde auf dem Markt.

In etwas kleinerer Besetzung, aber trotzdem mit viel Schwung, präsentierten sich die Arneburger Blasmusikanten unter der Leitung von Mihai Filip. Die Zuhörer sparten nicht mit Applaus.

An den Versorgungsständen herrschte ständig Hochbetrieb.

Der Wohnpark Am Camps war wieder mit einigen Bewohnern zum Fest gekommen - sie genossen die Blasmusik.

"Seeteufel" musizieren direkt am Wasser

Den Schlusspunkt auf der Bühne am Marktplatz setzte dann das Premnitzer Blasorchester unter dem Vorsitz von Michael Schnitzer und der musikalischen Leitung von Helfried Heyer. Walzer-Lieder, Märsche, Polka und vieles mehr erklangen zur Freude der zahlreich erschienenen Musikfans.

Inzwischen hatten unterhalb der Touristinformation in der Uferstraße die "Seeteufel" aus Halle aufgebaut. "Wir sind zum ersten Mal in Havelberg und von unserem Auftrittsort, nur einige Meter vom Wasser entfernt, total begeistert", schwärmte die Leiterin Kerstin Lehmann. Sie wurde auch gleich von Bürgermeister Bernd Poloski begrüßt, der ihr dann aber kurz das Mikro entwendete, um die Teilnehmer der LauRa zu begrüßen.

Und wie es dann an Tagen, an denen ein großes Fest an der Uferstraße stattfindet, so ist, gab es dabei auch extrem viel Straßenverkehr. Erst nach der Sperrung der Uferstraße und der ampelgeregelten Umleitung durch die Altstadt fühlten sich alle Gäste hier sicher. Der Duft von frisch gegrillten und gebratenen Speisen lag in der Luft und die überwiegend örtlichen Versorger hatten alle Hände voll zu tun.

Die "Seeteufel" machten dann teuflisch gute Seemannsmusik und stimmten die Anwesenden so auf den bevorstehenden Bootskorso ein. Die Promenade an der Uferstraße hatte sich gut gefüllt und der Shanty-Chor nahm sie alle mit auf große Fahrt.

   

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