Wust/Rathenow (asr) l Mehr Geduld als anfangs gedacht müssen Kraftfahrer und Anlieger aufbringen, die von der Sperrung der B188 zwischen Rathenow und der sachsen-anhaltischen Landesgrenze nahe dem Wuster Damm betroffen sind. Denn die brandenburgische Landesbaubehörde hatte eigentlich geplant, dass der erste Bauabschnitt von Buckow bis zur Schmetzdorfer Kreuzung Ende August wieder freigegeben werden kann und dann auf dem zweiten Abschnitt nur noch der Verkehr aus Richtung Stendal über Wust/Melkow/Briest und Sydow umgeleitet werden muss.

Doch noch immer rollt der Verkehr auch durch Steckelsdorf am ersten Abschnitt vorbei. "Erhebliche Probleme mit der Baufirma sind die Ursache", sagt Irina Lorz von der Landesstraßenbaubehörde in Potsdam. Die neue Asphaltschicht musste auf etlichen Abschnitten wieder abgefräst und neu aufgetragen werden. Resultat: beide Bauabschnitte werden nun bis Mitte November dauern. Verstärkte Kontrollen des Baufortschrittes sollen die Qualität sichern, damit es nicht zu weiteren Verzögerungen kommt. Den ersten Abschnitt eher frei zu geben, sei nicht mehr möglich, weil Folgeaufträge wie das Aufbringen der Fahrbahnmarkierung oder das Anbringen der Leitplanken nur noch als Komplex ausgeführt werden können. "Das ist sehr bedauerlich, aber aufgrund der Qualitätsmängel nicht zu ändern", bittet Irina Lorz um Verständnis. Für die Kraftfahrer heißt es, noch rund fünf Wochen lange Umleitungswege in Kauf zu nehmen und für die Anlieger, die Lärmbelästigungen und Erschütterungen zu ertragen.

Bei den Bauarbeiten lässt das Land Brandenburg die B188 um gut einen Meter verbreitern.

Aus Rathenow direkt gibt es gute Nachrichten: Die Durchfahrt wird nach drei Jahren Bauzeit am kommenden Mittwoch freigegeben (dazu demnächst mehr).