Mit Spendenbüchsen sind in den kommenden Wochen wieder Soldaten in der Stadt Havelberg unterwegs. Sie sammeln Geld für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge.

Havelberg l Den Auftakt für die Haus- und Straßensammlung - sie findet immer in den Tagen vor dem Volkstrauertag statt - haben am Donnerstag traditionell der Bürgermeister der Stadt Havelberg, Bernd Poloski, sowie die beiden Kommandeure der Bataillone in der Elb-Havel-Kaserne, Oberstleutnant Stefan Gruhn und Major Mike Thau (als Stellvertreter seines Kommandeurs), gegeben. Vor dem Rathaus war das Stadtoberhaupt der Erste, der einen Geldschein in die Spendenbüchse steckte.

Der Erlös der bundesweiten Sammlung wird für die Pflege deutscher Soldatengräber im In- und Ausland verwendet. Ein Beispiel aus diesem Jahr ist die Wiederherrichtung eines solchen Soldatenfriedhofes durch Angehörige des Havelberger Panzerpionierbataillons 803 in Lettland.

Der Arbeit des Volksbundes ist es zu verdanken, dass die Gefallenen und Opfer beider Weltkriege würdige Ruhestätten finden und diese auf Dauer erhalten bleiben. Ebenso trifft das auf die Mauer-Opfer in der früheren DDR und auf die Soldaten zu, die in jüngerer Zeit bei Bundeswehreinsätzen im Ausland beziehungsweise in Ausübung ihres Dienstes ihr Leben gelassen haben.

In den zurückliegenden Jahren hat auch die Stadt Havelberg von den Spendengeldern profitiert. So bei der umfassenden Wiederherrichtung von Soldatengräbern auf mehreren Friedhöfen. Am diesjährigen Volkstrauertag sollen übrigens erstmals auch Kränze auf dem Interniertenfriedhof niedergelegt werden.

Suche geht weiter

Neben der Kriegsgräberpflege dienen die bei der Straßensammlung gespendeten Gelder aber auch anderen Zwecken. Zum Beispiel dem, in den einstigen Staaten des Ostblocks, in denen im Zweiten Weltkrieg drei Millionen deutsche Soldaten ums Leben kamen, weiter nach Kriegsgräbern zu suchen und Schicksale zu klären - damit das lange Warten von Angehörigen auf Nachricht endlich ein Ende hat.

Außer in Havelberg werden Soldaten auch in anderen Orten der Region mit den "Klingelbüchsen", die "Für mehr Frieden in der Welt" werben, unterwegs sein. "Gehen Sie auf die Soldaten zu und leisten Sie einen kleinen Beitrag für den guten Zweck", hofft der Bürgermeister, dass möglichst viele Bürger die Spendenaktion für den Volksbund unterstützen.