Die Taucher des Panzerpionierbataillons 803 Havelberg haben ihre Übung mit einem guten Zweck verbunden. Sie holten etlichen Müll aus dem Stadtgraben.

Havelberg l Dieter Härtwig vom Havelberger Ordnungsamt staunte wieder über den Schrotthaufen und den anderen Unrat, den die Taucher bei ihrer Übung an Land befördert hatten. Fahrräder, Verkehrszeichen, eine Kreuzhacke, ein großer Reifen und auch ein Handy wurden aus dem Stadtgraben, an der Dombrücke, gefischt. Abgerissene Gummifische von den zahlreichen Anglern, die im Stadtgraben ihr Glück versuchen, kamen auch ans Tageslicht.

"Im Rahmen unserer Ausbildung sind wir am Havelberger Stadtgraben im Einsatz und die Taucher erfüllen hier eine Suchaufgabe", beschreibt Oberfeldwebel Stephan Krüger den Ausbildungstauchgang. Er ist seit dem 1. November Leiter der Tauchergruppe im Taucherausbildungszentrum der Havelberger Bundeswehrkaserne. Die beiden Taucher Oberstabsgefreiter Thomas Engel und Stabsfeldwebel Lutz Wendt reichten gerade ein weiteres Fundstück aus dem neun Grad kalten Wasser.

Halber Meter Sicht

Über eine Art Wandregal waren sie unter Wasser gestolpert, denn die Sicht beträgt hier nur einen halben Meter. "Die Übung dient dazu, die Ausbildungshöhe der Taucher weiter zu steigern. Sie waren jetzt über eine Stunde im Wasser und bei einer Strömung von 0,5 Metern in der Sekunde haben sie ,gut` Luft verbraucht und wissen heute zum Dienstschluss, was sie geleistet haben", blickt Oberfeldwebel Stephan Krüger voraus. Mit einer Leine waren die Taucher mit dem Leinenführer an Land verbunden. Mit der Leine wird der Taucher auch unter Wasser geführt beziehungsweise werden durch Leinensignale bestimmte Anweisungen an den Taucher gegeben. Aufmerksam beobachtet wurde das alles vom Tauchleiter Stephan Krüger. Weitere Taucheinsätze sind noch an der Steintorbrücke, der Havelstegbrücke, der Spülinselbrücke und an der Touristinformation vorgesehen.

Über Zuschauer können die Taucher sich nicht beklagen, denn die haben sie schon beim Einsetzen ihres Schlauchbootes auf der Höhe des Yachthafens. "Das Übungstauchen bringt auch eine Verbesserung der Verkehrssicherheit für die Bootsfahrer mit sich. In der kommenden Woche werden wir zum Tauchen in Kamern am See sein und auch in Hohengöhren", so Stephan Krüger.

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