Noch pünktlich vor der Buga 2015 Havelregion ist in den letzten Januartagen ein interessantes Büchlein über Havelberg auf den Markt gekommen.

Havelberg l "Havelberg in alten Bildern und Geschichten" lautet der Titel. Was den 70 Seiten starken Band vor allem für stadtgeschichtlich Interessierte - aber natürlich nicht nur für sie - sehr interessant macht. Der Herausgeber, Pressezeichner Eugen Gliege aus Semlin bei Rathenow, erzählt darin sowohl spannende als auch humorvolle Episoden aus der wechselvollen Geschichte der Hanse- und Domstadt. Zum Beispiel vom Bösen Geist zu Havelberg oder vom Gericht "Knappetiden", das einst der russische Zar in Havelberg vorgesetzt bekam.

Enthalten sind weiterhin Berichte über die Brandkatastrophen in der Stadt, Blicke in die Ortschroniken von Jederitz, Nitzow, Toppel, Vehlgast und Wöplitz sowie eine ganze Reihe von bekannten und weniger bekannten Sagen.

Zum Beispiel die vom schwarzen Hund am Kreuzweg nach Damerow: An der Wegkreuzung zwischen Damerow und Vehlgast, so erzählen die alten Leute, soll es nicht mit rechten Dingen zugehen. Dort hat man öfter einen schwarzen Hund vorbeilaufen gesehen, der auf dem Weg von Saldernhorst, vorbei an dem alten Wendenkirchhof, dahergelaufen kam. Wer den schwarzen Hund sieht, muss unbedingt stehen bleiben und warten, bis der Spuk vorbei ist, sonst geschieht ihm etwas Furchtbares.

Was, das verrät die Sage allerdings nicht.

Wertvoll macht den Band aber nicht nur die Sammlung von Sagen und Geschichten, sondern vor allem auch die Vielfalt der darin abgedruckten historischen Postkarten und Fotos von Havelberg, wie sie so wohl in keiner anderen Publikation zu finden sind. Für ältere, aber auch für junge Havelberger gibt es somit eine Menge zu entdecken.

Am Freitag, 6. Februar, findet in der Havel-Buchhandlung in Havelberg in der Zeit von 10 bis 12 Uhr übrigens eine offizielle Vorstellung des neuen Büchleins statt. Alle Interessenten sind dazu gern gesehen. Wer möchte, kann sich "Havelberg in alten Bildern und Geschichten" dann auch gleich mit nach Hause nehmen.