Neben Aktuellem zur Buga stand bei der Informationsveranstaltung für die Gewerbetreibenden der Hansestadt auch eine Havelberg-App zur Diskussion - als Marktplatz im Internet für Mittelstand und Verbraucher. Eine neue Chance für das Kaufhaus Stadtinsel?

Havelberg l Warum nicht über eine App auf dem Smartphone für Havelberg und seine Angebote werben? Eine Frage, mit der sich derzeit Havelberger Gewerbetreibende beschäftigen. Mit dieser App, einer Plattform für Mobiltelefone, könnten sie schnell und aktuell Verbraucher über ihre Angebote informieren. André Peter und Sven Wuttke hatten mit "NrEins.de" aus Rochlitz ein Unternehmen gefunden, das so etwas bereits erfolgreich anbietet, und die Idee an die Stadt herangetragen. Der Bürgermeister unterstützt das und gab auf der Info-Veranstaltung zur Buga Raum auch für dieses Thema.

Peter Lissek und Anne Hofmann stellten das Konzept für ihren "Marktplatz für Mittelstand und Verbraucher" vor. Entstanden ist diese Internetplattform, weil der Gewerbeverein Rochlitz nach einer Möglichkeit suchte, den Mittelstand zu fördern und Einwohner und Gäste - im Schloss würden jährlich 50000 gezählt - zum Nutzen der Angebote vor Ort zu überzeugen. Es wurde ein Mittelstandsnetzwerk aufgebaut. Über die App gibt es Informationen, wo was angeboten wird. Zum Beispiel zu Produkten, Dienstleistungen, Sonderangeboten und Veranstaltungen.

Geld bleibt in der Stadt

Zum Angebot gehört ein Städtegutschein, der als Geschenk sehr gut angenommen wird. Ziel: Mit dem Gutschein kauft der Inhaber in der Stadt ein oder nutzt einen Service. Das Geld bleibt in der Kommune und führt letztendlich über die Gewerbesteuer auch zu Mehreinnahmen für die Stadt. "Sei genial, informier dich lokal" ist der Slogan auf einem Aufkleber.

André Peter war auf der Suche nach Möglichkeiten, das Geschäftsleben in Havelberg zu beleben, auf die Rochlitzer gestoßen. In Sven Wuttke fand er jemanden, der ebenfalls überzeugt ist von diesem Angebot. "Der Zusammenhalt in Havelberg kann damit gefördert werden und die Leute würden mehr hier vor Ort einkaufen", ist Sven Wuttke überzeugt. Auch André Peter sieht für einen "überschaubaren Aufwand im Jahr" viele Vorteile in solch einer Havelberg-App. Ihm gefällt das Ganzheitliche dieses Angebotes, das mittlerweile etliche Städte nutzen würden.

Alle Unternehmer wurden angeschrieben und ein Berater ist derzeit unterwegs, um das Konzept im persönlichen Gespräch vorzustellen. "Die Resonanz ist sehr positiv", sagte Anke Hofmann gestern im Gespräch mit der Volksstimme. Der überwiegende Teil der bisher Befragten will mitmachen. Die Zeit drängt, denn das große Ziel ist es, zum Start der Bundesgartenschau mit der Havelberg-App am Start zu sein. Die Gartenschau wird als historische Chance gesehen.

Eine neue Chance auch für das "Kaufhaus Stadtinsel", das um die gesamte Stadt erweitert wird? Zu wünschen wäre es.