Glöwen l Die äußerst unbefriedigende Parkplatzsituation am Bahnhof in Glöwen gehört nun endgültig der Vergangenheit an. Lange hat die Gemeinde Plattenburg versucht - eigentlich schon seit Mitte der 90er Jahre, wie es am Mittwoch hieß - hier eine vernünftige Lösung zu erreichen. Gespräche und Verhandlungen mit der Deutschen Bahn, auch mit Unterstützung des Landkreises, gerieten aber immer wieder ins Stocken.

2014 führten die vielen Gespräche dann endlich zu Ergebnissen, im März dieses Jahres konnte mit ersten konkreten Planungen begonnen werden. Am 26. August erfolgte die Ausschreibung der Maßnahmen; am 1. Oktober die Auftragsvergabe an die Perleberger Tiefbau GmbH, welche sich dann noch eine Tief- und Straßenbaufirma aus Kleinow (Ortsteil der Gemeinde Plattenburg) mit ins Boot holte. Am 20. Oktober 2014 begannen die Arbeiten. Und sie gingen zügig voran. Bereits im Februar 2015 erfolgte die Verkehrsfreigabe für den ersten Bauabschnitt.

Am Mittwoch dieser Woche war es dann soweit: Der Park Ride Parkplatz am Glöwener Bahnhof wurde offiziell seinern Bestimmung übergeben. Auf einer Fläche von etwa 120 mal 35 Metern sind insgesamt 134 Parkplätze entstanden, davon fünf Parkplätze für behinderte Menschen und vier Kurzzeitparkplätze auf dem Bahnhofsvorplatz.

Die brandenburgische Nachbarkommune bekam den Bau zwar voll gefördert, musste aber den Flächenkauf selbst finanzieren. Die Stadt Havelberg beteiligte sich zu 50 Prozent - konkret sind das 7500 Euro - daran und erwarb dadurch ein Nutzungsrecht an den Parkflächen. Nicht nur mit Blick auf die Bundesgartenschau sind diese für die Stadt wichtig, sondern auch darüber hinaus. Denn viele Pendler nutzen den Bahnhof, um von dort mit dem Zug etwa nach Berlin oder in Richtung Wittenberge zur Arbeit zu fahren.

Der Perleberger Landrat Torsten Uhe bezeichnete die Havelberger Beteiligung als ein "sehr gutes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit zweier Gemeinden aus zwei Bundesländern". Und Amtsleiterin Petra Jonschkowski, die in Vertretung des Havelberger Bürgermeisters Bernd Poloski an der feierlichen Einweihung teilnahm, erklärte: "Für mich ist Glöwen der Hauptbahnhof der Region. Außerdem ist Glöwen Havelberg so nahe, dass man schon sagen kann, dass beide Orte fast zusammengehören, und das nicht nur im geschichtlichen Sinne", womit sie Havelberg als die Perle der Prignitz meinte.