Schönhausen (asr) l Mit zahlreichen Veranstaltungen würdigt die Otto-von-Bismarck-Stiftung Schönhausen den 200. Geburtstag des ersten deutschen Reichskanzlers. Die ersten Wochen im 200. Bismarck-Geburtstags-Festjahr sind bereits rund 800 Besucher registriert worden. Auf die bisher größte Resonanz ist die von Dr. Andrea Hopp, Leiterin der Otto-von-Bismarck-Stiftung Schönhausen, kommentierte Lesung mit Hanns Zischler aus der Neuausgabe der Gesammelten Werke Bismarcks in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Berlin gestoßen, bei der gar nicht alle Interessenten Einlass fanden: Mit 220 Zuhörern war der Saal weit über den letzten Platz hinaus gefüllt. Dr. Rudolf Seiters, Kuratoriumsvorsitzender der Bismarck-Stiftung, sprach ein Grußwort.

Seit 15. März gab es in Schönhausen rund 800 Museumsbesucher, in sechs Veranstaltungen außerdem 1064 Teilnehmer und elf Gruppen mit 240 Personen, die aus Berlin, Hamburg, Potsdam, Tangerhütte, Stendal, Havelberg und Cambridge kamen.

Am kommenden Sonnabend wird ab 14 Uhr während einer kleinen Kaffeerunde eine Auswahl aktueller Sammlungszuwächse präsentiert. Der Vortrag von Dr. Maik Ohnezeit zu "Reklame, Kunst und Propaganda: Formen des Bismarckkults" muss wegen einer Erkrankung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Am internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai, ist der Eintritt in die Dauerausstellung frei und wie am Sonnabend werden ergänzend zur Sonderausschau der über 100 Jahre alten Geschenke eine Auswahl der Gegenstände gezeigt, die das Museum in den letzten Jahren für seine Sammlung erhalten hat. Am Sonntag beginnt außerdem die Reise der Schönhauser Bismarck-Büste durch die Museen Sachsen-Anhalts: Erste Station ist Genthin.