Sandau (ifr). In diesem Jahr wird die Sandauer Fähre wohl wieder für erhöhte Ausgaben im Haushalt der Elbestadt sorgen: Die Landrevision steht an, sie kostet im günstigsten Fall um die 37 000 Euro. Angebote wurden bereits nach Havelberg und Tangermünde gesandt, informierte Bürgermeister Henry Wagner auf der Ratssitzung. Die Revision soll noch vor Saisonbeginn stattfinden, damit sich der Einnahmeausfall in Grenzen hält.

Silvio Wulfänger kritisierte in dem Zusammenhang, dass die Fähre nicht sofort nach dem Ende der Hochwasser-Alarmstufe IV wieder zum Einsatz kam. Jeder Tag zähle zur Aufbesserung der städtischen Einnahmen.

Jörg Müller schlug vor, zu prüfen, ob angesichts der erhöhten Ausgaben im Vorjahr ein Zuschuss beantragt werden kann. Es hatte 2010 mehrfach Hochwasser gegeben, so dass die Fähre mit Motor fahren musste, was wiederum die Betriebskosten erhöhte.

Die Fähre war es denn auch, die den Stadtrat dazu bewog, dem Ansinnen von Kamerns Bürgermeister Klaus Beck nicht nachzukommen: Er war eigens dazu nach Sandau gekommen und wollte wissen, ob die Stadt seinem Vorschlag vom Bau einer Elbbrücke auf Höhe des Arneburger Industrieparks zustimmen könnte. Doch die Nähe zur Fähre bewog die Räte, dieser Idee nicht zuzustimmen: Dann würde das kommunale Wassergefährt wohl nur noch von Radfahrern genutzt, zudem wären die Arbeitsplätze der drei Fährleute bedroht.