Die Grundschule in Schönhausen benötigt mehr Räume. Nötig machen dies Vorgaben der Landesregierung, erfuhren die Mitglieder des Sozialausschusses der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land am Mittwoch auf ihrer Sitzung in dem Gebäude.

Schönhausen. Der Musikraum der Schule muss beispielsweise komplett umgeräumt werden, wenn dort Kunstunterricht stattfindet, erklärte Schulleiterin Gabriele Bos. Und auch für die Förderung lernschwacher Schüler ist ein separater Raum nötig - diese Regelung ist relativ neu. In der Schuleingangsphase werden alle Kinder aufgenommen, erst danach kommen die Schwächeren an die Förderschulen. Deshalb hat die Grundschule jetzt auch eine Förderschullehrerin.

Noch prekärer wird die Situation im kommenden Jahr, dann stehen 26 Kinder zur Einschulung an. Davon werden acht Kinder eine Frühförderung erhalten, hatte die Schulleiterin erfahren.

Laut ersten Vorplanungen könnte die Schule nach vorn heraus einen weiteren Raum erhalten, der Flur würde verlängert. Platz wäre auch noch in Richtung Wald, denn auch für die Arbeitsmaterialien würden Räume benötigt, ebenso einer für Versammlungen. Das Gebäude war als Krippe konzipiert worden, daher sind die Räume relativ klein. Insgesamt gibt es sechs Räume für die 75 Schüler.

Ähnlich sei auch die Situation in Sandau, gab Verbandsbürgermeister Bernd Witt zu bedenken. Dort stünden den 75 Schülern ebenfalls nur sechs Räume zur Verfügung. In Klietz und Wust wären es sogar noch weniger.

Vor Jahren war ein Förderantrag der Schule abgelehnt worden, statt dessen bekam sie ein Computerkabinett. Bernd Witt nannte auf Nachfrage von Caren Pfundt auch die Alternativen zur Schulerweiterung: So könnten die Kinder von den Dämmen in Wust oder Klietz beschult werden, da dort noch Kapazitäten frei seien. Oder der Raum von den pädagogischen Mitarbeitern könnte für die Förderung genutzt werden. Auch gibt es die Idee, die alte Schule für die Grundschule flottzumachen, die Tagesstätte könnte dann in die jetzige Grundschule ziehen. Doch das würde immens viel Geld kosten. Wie dem auch sei, der Ausschuss müsse bis zum Sommer eine Entscheidung treffen, da viel Vorarbeit nötig sei.

Es ärgerte das Schönhauser Ratsmitglied Dieter Hertel, dass das Land den Schulen zwar Vorgaben mache, aber die Kommunen bei der Umsetzung finanziell nicht unterstütze. Caren Pfundt aus Wulkau gab den Hinweis, dass man nach der Landtagswahl erst einmal die Entwicklung auf schulpolitischem Gebiet abwarten solle, ehe eine Entscheidung getroffen werde. Beispielsweise ist auch eine Grundschule bis Klasse 6 im Gespräch. Von dieser Entscheidung wären ohnehin alle Schulen betroffen.

Berbel Wischer hatte bei einem Besuch ihrer Tochter, die Lehrerin im niedersächsischen Verden ist, eine weitere Alternative kennengelernt: Dort werden die Schüler bei Platzmangel übergangsweise in einem Container unterrichtet. Der finanzielle Aufwand dafür sei weniger hoch, die Container seien dennoch gut ausgestattet. Diese Idee fand auch Bernd Bleis nicht schlecht, denn solch Container wäre zudem recht flexibel einsetzbar.

Christine Maczutajtis vom Bauamt informierte den Ausschuss auch über die Planung in Schollene, wo die Kita an der Grundschule angesiedelt werden soll. Das Planungsbüro arbeite derzeit am Gesamtkonzept, die Grundrissgestaltung sei in Kürze fertig.