Beetzendorf l Einst sorgten sie für Probleme beim Abbrennen des Osterfeuers, weil die Flammen in die Kronen schlugen und einen Löscheinsatz der Feuerwehr notwendig machten, jetzt sind sie verschwunden: Drei große Linden am Reitplatz Audorfer Weg in Beetzendorf wurden gefällt. "Im Zuge der Gefahrenabwehr", wie Bürgermeister Heinrich Schmauch auf Nachfrage der Volksstimme gestern betonte. Der Reit- und Fahrverein, der das Gelände, auf dem auch die Linden stehen, von der Gemeinde gepachtet hat, sei an die Kommune herangetreten und habe gebeten, die Bäume zu entfernen.

"Der Verein hatte Sorge, dass die Linden umfallen und dadurch Schaden anrichten könnten", berichtete Schmauch. Tatsächlich seien die Bäume durch Stammfäule geschädigt, was ein Blick auf das Innere der gefällten Stämme zeige. Zudem hätten die Linden durch die Hitze im Zuge der in der Nähe über Jahre veranstalteten Osterfeuer Schäden davongetragen. "Sie waren auch voller trockener Äste", betonte der Ortschef.

Für die Gemeinde habe es nur zwei Möglichkeiten gegeben. "Entweder wir nehmen sie ganz runter oder wir setzen sie komplett auf den Stamm", erklärte Heinrich Schmauch. Letzteres sei allerdings keine echte Alternative gewesen, da damit das Problem der Stammfäule und damit die Gefahr des Umstürzens nicht beseitigt worden wäre.

Dass inzwischen Gerüchte aufgekommen sind, die Bäume seien nur deshalb gefällt worden, damit auf der Fläche zukünftig wieder Osterfeuer stattfinden können, sorgte beim Beetzendorfer Bürgermeister für Verwunderung. Schließlich seien seines Wissens nach nicht die Linden der Grund für die damalige Verlegung gewesen, sondern die Beschwerden von Anwohnern wegen der mit dem Feuer verbundenen Rauch- und Aschebelästigung.