Die Apenburger haben Wort gehalten: In Scharen strömten sie am Sonnabend zum Arbeitseinsatz ins Waldbad, um das Gelände gemeinsam für die neue Saison vorzubereiten. Der Einsatz hat sich gelohnt.

Apenburg l Noch vor wenigen Wochen war fraglich, ob das Apenburger Waldbad nach mehr als einem Jahr Dornröschenschlaf überhaupt noch einmal öffnet. Jetzt kann der Blick in die Zukunft wieder hoffnungsvoll erfolgen, und das ist vor allem dem Engagement der Einwohner zu verdanken. Am Sonnabend folgten 75 von ihnen dem Aufruf des Waldbad-Fördervereins und packten beim Arbeitseinsatz mit an. Kinder, Jugendliche und Erwachsene nahmen Harke und Schaufel in die Hand und befreiten das Gelände von Laub, Schmutz und Gestrüpp.

"Wahnsinn, wie viele Leute gekommen sind. Um so schneller wird die Arbeit fertig", freute sich Fördervereins-Chef Jürgen Ulrich. Aufgaben gab es genug. So wurden der Zaun um das Becken repariert, die Beckenvertiefung unter dem Sprungturm ausgepumpt und sämtliche Rasenflächen gesäubert. Und das nicht nur auf dem Waldbad-Areal, sondern auch nebenan auf dem Campingplatz und der Bungalowsiedlung. "Das alles gehört schließlich zusammen", betonte Ulrich, der sich bei den Landwirten Joachim Rieseberg und Peter Warlich für die Bereitstellung von Technik sowie bei Familie Wernecke, Sabine Fischer, der Apenburger Landbäckerei und der Winterfelder Fleischerei für die Verpflegung der freiwilligen Helfer bedankte.

Es war nicht der erste Arbeitseinsatz nach der Ratsentscheidung, das Bad wieder zu öffnen. Bereits viermal trafen sich bereits Jugendliche des Ortes und die Seniorensportgruppe, um Hand anzulegen. Der Angelverein verlegte seinen Arbeitseinsatz kurzerhand von den Försterteichen ins Bad und auch die Feuerwehr packte am Sonnabendnachmittag mit an.

"Auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde klappt sehr gut", lobte Jürgen Ulrich. So sei Gemeindearbeiter Andreas Schmidt sehr rege und helfe auch nach Dienstschluss, da wo er gebraucht wird.

Noch gibt es viel zu tun, bevor im Mai die ersten Badegäste ins kühle Nass springen können. Beim nächsten Arbeitseinsatz soll das Becken abgestrahlt, schadhafte Stellen ausgebessert und das Ganze gestrichen werden. "Das passiert bei gutem Wetter", so Ulrich. Das Gestänge in der Mitte will ein Apenburger aufarbeiten lassen, ein anderer hat sich den Sprungturm vorgenommen.

Vor dem Gebäude, in dem der Kiosk und die Toiletten untergebracht sind, wurde die Freifläche neu gepflastert. Und auch ein erster Test der Pumpentechnik, die Jürgen Schulenburg-Ulrich vornahm, war erfolgreich. Zumindest sind keine Frostschäden zu verzeichnen. Der richtige Probelauf erfolgt dann, wenn das Becken gefüllt ist. Der Einlauf wird zirka vier Wochen in Anspruch nehmen, weshalb alle vorbereitenden Arbeiten möglichst bis Mitte April beendet sein sollten.

Wer nicht selbst helfen konnte, steuerte Geld bei. "Und auch einige Eintritte in den Förderverein können wir schon verzeichnen", freute sich Jürgen Ulrich. Der Vorsitzende kündigte ein großes Dankeschönfest mit allen Helfern an, wenn die Arbeiten fertig sind.

Selbst die Suche nach Freiwilligen für die Eintrittskassierung war erfolgreich. Zwei Apenburgerinnen haben sich gemeldet, die diese Aufgabe übernehmen wollen. Und in Sachen Schwimmmeister zeichnet sich ebenfalls eine Lösung ab. Die Gemeinde ist im Gespräch mit einem Kandidaten. "Innerhalb der nächsten 14 Tage könnte alles klar sein", verriet Ortschef Harald Josten auf Volksstimme-Nachfrage.

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