Oebisfelde l Immer fleißig im Dienste ihrer Heimatstadt sind die Mitglieder des Oebisfelder Heimatvereins. Das zeigte sich auch bei der Jahreshauptversammlung des Vereins. Im Gasthaus "An der Aller" blickte der Vereinsvorsitzende Ulrich Pettke nämlich nicht nur auf die Veranstaltungen und Aktionen des Vereins im vergangenen Jahr zurück.

Auch eine ganze Liste von Vorhaben für das laufende Jahr hatte er bereits mit dem Vorstand besprochen. So möchten sich die Heimatfreunde beispielsweise nicht von Beschädigungen ihrer Errungenschaften durch Graffiti oder Vandalismus entmutigen lassen. Ideen zur weiteren Vervollständigung der Freiflächen in der Stadt mit geeigneten Objekten gebe es bereits. Unter anderem sei eine Infotafel am Parkplatz gegenüber des "Jägerhofes" geplant, die sich mit der Historie von Oebisfeldes Altstadt beschäftigt - genauer gesagt mit der einstigen Befestigungsanlage sowie dem ehemaligen Magdeburger Tor in diesem Bereich.

Neue Stadtführer gesucht

Auch im Internet möchte der Heimatverein künftig präsenter werden. So wolle Michaela Wolf, die bereits eine Internetseite für die Stadt entwickelt hatte, ein gemeinsames Kulturportal des Chores "All` Cantara", des Vereins Castrum und des Heimatvereins erstellen. Dort solle ein Veranstaltungsplan alle Angebote der drei Oebisfelder Vereine präsentieren und mit Verknüpfungen auf Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten der Stadt aufmerksam machen.

Nachdem Heimatvereins-Mitglied Bogumila Jacksch im vergangenen Jahr Überwürfe für Schülerklassen genäht hatte, die mit dem Oebisfelder Stadtwappen bedruckt wurden, solle in diesem Jahr auch ein Gehrock für die Museumsführungen geschneidert werden, wie er vor 100 Jahren von den "Paukern" getragen wurde. Auch dafür hätte sich Bogumila Jacksch bereiterklärt, erklärte Ulrich Pettke und sprach ein kleines Problem in diesem Zusammenhang an. Die Führungen mit Grundschülern seien zumeist von Manfred Voß geleitet worden, der "ein besonders glückliches Händchen hatte und von den Mädchen und Jungen umschwärmt wurde", erklärte Pettke. Aufgrund gesundheitlicher Probleme stehe Voß nun jedoch nicht mehr zur Verfügung. "Da gibt es ein Problem, das wir dringend angehen müssen", erklärte Ulrich Pettke und machte darauf aufmerksam dass mit voranschreitender Zeit immer mehr Mitglieder für die Führungen ausscheiden werden. Um die Anfragen künftig abdecken zu können, müsse eine Lösung her, in die jüngere Heimatfreunde einbezogen werden.