Die Einwohnerzahl sinkt: Laut einer auf der Internetseite der Stadt Oebisfelde-Weferlingen veröffentlichten Statistik zur Bevölkerungsentwicklung in der Einheitsgemeinde soll die Einwohnerzahl von 14 158 (Dezember 2009) auf 11 239 im Jahr 2025 sinken.

Oebisfelde. Die Einheitsgemeinde schrumpft. Nicht flächenmäßig, sondern mit Blick auf die Einwohner, sollten sich die Prognosen bewahrheiten. Laut der Prognose gehen die Bevölkerungszahlen kontinuierlich zurück (siehe Kasten). Im Jahr 2025 sollen 2919 weniger Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder in den 15 Orten der Einheitsgemeinde (Everingen fehlt noch in der Aufstellung) wohnen.

Dominieren werden dabei die Vertreter des starken Geschlechts. Im Jahr 2025 sollen in der Einheitsgemeinde 5778 männliche Personen wohnen. Das sogenannte schwache Geschlecht ist mit 5461 Vertreterinnen dabei. Das war jedoch nicht immer so.

Im vergangenen Jahrtausend lagen in der Einheitsgemeinde noch die Frauen vorn. 1990 mit 7644 zu 7278 und 1995 mit 7691 zu 7560. Fünf Jahre später, im Jahr 2000, setzten sich dann die Männer mit 7717 zu 7658 an die Spitze. Die Führung werden sie bis zum Jahr 2025 nicht nur verteidigen, sondern ausbauen.

Altersschnitt steigt nach oben

Sorgen wird ebenfalls die Altersstruktur der Bewohner in der Einheitsgemeinde bereiten. Lag der Anteil der unter 20 Jahre alten weiblichen und männlichen Personen im Jahr 2008 noch bei glatten 17 Prozent, soll er bis 2025 auf 14,9 Prozent sinken. Sinken wird auch der Anteil der 20 Jahre bis unter 65 Jahre alten Bewohner der Einheitsgemeinde. Kamen aus dieser großen Altersgruppe im Jahr noch 61 Prozent aller Einwohner, sollen es 2025 fünf Prozent weniger sein.

Steigen soll dafür deutlich der Anteil der über 65-jährigen Frauen und Männer. Lag er 2008 bei bereits beachtlichen 22 Prozent, ist bis 2025 ein Anstieg auf 29,1 Prozent prognostiziert.

Auch Oebisfelde selbst ist von den rückläufigen Zahlen nicht verschont geblieben. In Oebisfelde einschließlich den Ortsteilen Breitenrode, Wassensdorf, Buchhorst, Weddendorf, Niendorf/Bergfriede, Gehrendorf und Lockstedt lebten im Jahr 2005 7377 Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche. Im Jahr 2009 waren es exakt 307 weniger (7070). Knapp die Hälfte der Einheitsgemeindeeinwohner leben damit in Oebisfelde und seinen Ortsteilen.

Die meisten Einwohner hatte Oebisfelde ohne Ortsteile im Jahr 1946, wie in der Chronik von Friedrich-Karl Sonntag und Horst Schröder zu lesen ist. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkries lebten 7852 Menschen in der Stadt. Grund für den Anstieg, 1944 waren es noch 5500 Menschen, waren die Flüchtlinge, die in die Region strömten.