Weddendorf/Oebisfelde l "Was wird in Oebisfelde getan, um die Ortsumgehung bei Wassensdorf und Weddendorf voranzutreiben?", wollte bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung Kurt Meißner wissen. Der Weddendorfer war als Gast anwesend und erläuterte in der Einwohnerfragestunde die noch immer unerträgliche Situation in dem Oebisfelder Ortsteil. "Ich habe bei dem derzeit schönen Wetter viel in meinem Vorgarten gearbeitet - aber das ist unerträglich, denn bei uns ist es wie auf der Autobahn", erklärte Kurt Meißner. Er wohnt an der Wassensdorfer Straße, der Bundesstraße 188, die laut dem Weddendorfer bereits seit Jahren als Rennpiste genutzt werde. "Motorräder und Lkw reihen sich aneinander. Schon seit Jahren reden wir über den zweiten Teil der Ortsumgehung, aber getan hat sich nichts", beschwerte er sich. So könnten Kurt Meißner und auch andere Weddendorfer sich bei schönem Wetter kaum in den Garten setzen, weil der Straßenlärm teils unerträglich sei. Viele Verkehrsteilnehmer würden außerdem deutlich zu schnell durch Weddendorf fahren. "Schon vor Jahren habe ich vorgeschlagen, eine Geschwindigkeitsanzeigetafel zu installieren. Aber auch darauf ist niemand eingegangen." Weil der Fortbau der Ortsumgehung Landessache ist, konnte Oebisfeldes Ortsbürgermeister Sven Groneberg auf Anhieb keine ausführliche Antwort geben. "Wir wissen, dass die Planungen oft lange dauern, aber wenn es dann soweit ist, die Bauarbeiten oft schnell gehen", erklärte er und drückte sein Verständnis für den Unmut des Weddendorfers aus. Dieser monierte auch die ausbleibenden Geschwindigkeitskontrollen der Polizei. Auch in diesem Fall könne die Stadt nichts machen, außer immer wieder nachzufragen und zu erinnern, sagte Sven Groneberg.

Nachgefragt habe der Ortsbürgermeister in den zuständigen Behörden selbst schon zu einem weiteren Problem, das Kurt Meißner schilderte. So sei der Weg nach Oebisfelde in Weddendorf missverständlich ausgeschildert. Gerade auswärtige Lkw-Fahrer würden sich in Richtung Wassensdorf bewegen und dann nicht mehr weiterwissen, so Meißner. Leider liege auch die Lösung dieses Problems nicht in der Hand der Ortschaft, so Sven Groneberg. Die Ortsumgehung soll erst in den kommenden Jahren von Weddendorf und Wassensdorf aus weitergebaut werden und dann etwa bis nach Frankenfelde gehen.