Beetzendorf. Ganz sicher war sich Steffen Wunder am Sonntag beim Neujahrsschießen der Beetzendorfer Schützengilde nicht, ob er den Wanderpokal schon dreimal hintereinander gewonnen hatte und ihn damit getrost als sein Eigentum zu Hause behalten durfte. "Sicherheitshalber habe ich ihn mitgebracht und draußen im Auto liegen", meinte der Beetzendorfer. Doch Gildechefin Petra Paasch brachte mit einem Blick in die Ergebnislisten der letzten Jahre Licht in das Dunkel. Sowohl 2008 als auch 2009 und 2010 holte sich der 37-Jährige den Sieg und damit endgültig den Pokal.

Einen neuen Wanderpokal wird es vorerst nicht geben, aber auch so war die Motivation der Teilnehmer des Neujahrsschießens groß. Der Apenburger Heinz-Hermann Wille kam sogar extra vom Pokalschießen der eigenen Schützengilde nach Beetzendorf herübergefahren, um auch hier sein Glück zu versuchen. 47 Ringe waren der Lohn. Genauso viele hatte auch der Beetzendorfer Christian Franke auf seinem Konto, so dass ein Stechen entscheiden musste. Die Nachricht erreichte Heinz-Hermann Wille kurz vor der Siegerehrung auf dem Apenburger Schießstand. Also setzte er sich kurzerhand noch einmal ins Auto. Beim entscheidenden Schuss fehlte dann aber die allerletzte Präzision. Zwar gelang Wille eine Acht, die Kugel von Christian Franke landete jedoch genau in der Mitte der Scheibe und sicherte ihm damit Rang drei.

Auch um den Pokalsieg musste ein Stechen entscheiden. Titelverteidiger Steffen Wunder und Schießwart Dieter Bergt traten gegeneinander an. Mit einer Acht konnte sich Wunder längst nicht sicher sein, die Trophäe zum vierten Mal in Folge zu gewinnen, zumal Dieter Bergt als sicherer Schütze gilt. Doch diesmal versagten dem Beetzendorfer die Nerven. Lediglich eine Fünf stand am Ende auf seinem Konto und damit der Silberplatz. "Glück gehabt", zeigte sich Steffen Wunder erleichtert und nahm den Neujahrspokal von Gildechefin Petra Paasch entgegen.

Auf Platz fünf landete der Rohrberger Frank Borchert mit 46 Ringen vor Susann Wunder (44), Petra Paasch (42) und Helmut Drese (41). An diesem Wochenende steht kein Schießen auf dem Programm, dafür ein gemeinsamer Arbeitseinsatz der Gildemitglieder. Auf dem Schützengelände sollen Winterschäden beseitigt und Aufräumarbeiten durchgeführt werden. Die Schützen treffen sich um 8.30 Uhr auf dem Schießstand.

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