Die Kindertagesstätten und Horte in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf sind zu rund 86 Prozent ausgelastet. Diese Entwicklung hat zur Folge, dass weitere Erzieher/innen eingestellt werden.

Beetzendorf/Diesdorf l Die Belegungszahlen in den 15 Kindertagesstätten und zwei selbständigen Horten innerhalb der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf gestalten sich weiterhin positiv. Zu diesem Schluss kommt VG-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann beim Blick auf die aktuelle Statistik. Demnach wird aktuell eine Auslastung von 85,58 Prozent erreicht. Das sind 3,07 Prozent beziehungsweise 30 Kinder mehr als noch im Januar. "Mit Ausnahme von Ahlum sind wir wirklich gut ausgelastet", bilanziert Christiane Lüdemann. Zwar gibt es in Ahlum im Vergleich zum Januar nun sechs Kinder mehr, womit es summa summarum 15 Kinder sind. Jedoch könnte dort gemäß der vom Altmarkkreis Salzwedel ausgestellten Betriebserlaubnis die doppelte Anzahl von Kindern betreut werden.

Für den Beetzendorfer Hort gibt es eine Ausnahme

Apropos Betriebserlaubnis. Wird diese zum Maßstab genommen, dann hat die Kita in Mehmke momentan mit 19 Kindern das Maximum erreicht, ebenso der Hort in Kuhfelde. Eine fast 100-prozentige Auslastung haben auch die Kita in Dähre, die Kita und der Hort in Apenburg sowie der Hort in Beetzendorf, für den bereits eine Ausnahme von der Regel gilt und der demzufolge 80 statt 60 Plätze haben darf.

Einige freie Kapazitäten haben neben der Kita Ahlum beispielsweise auch die Kitas in Bornsen, Jübar, Tangeln und Altensalzwedel (siehe Grafik).

Unanhängig davon darf sich die VG-Bürgermeisterin darüber freuen, dass die Einrichtungen territorial excellent verteilt sind. So entstehen den Eltern keine weiten Wege.

Im Übrigen können die Erziehungsberechtigten selbst dazu beitragen, ihren Wunsch nach kurzen An- und Abfahrten zu erfüllen. So müssen sie beim Antrag auf einen Platz in einer Einrichtung ihre drei favorisierten Orte nennen. Die VG versucht stets, das zuerst eingetragene Ziel zu verwirklichen. Funktioniert das nicht, dann kommt das Kind in eine der beiden anderen genannten Einrichtungen. Und wenn es die Gegebenheiten erlauben, dann kann zwischendurch gewechselt werden; "wobei", so Christiane Lüdemann, "wir die Erfahrung gemacht haben, dass von dieser Möglichkeit meistens kein Gebrauch gemacht wird, weil sich die Kinder dann schon eingewöhnt und Freunde gewonnen haben".

Weitere Neueinstellungen sind geplant

Insgesamt werden ab diesem Monat in den Kitas und Horten der Verbandsgemeinde 837 Kinder betreut. Anfang des Jahres waren es 807 Kinder. Das ist also ein Plus von 30 Kindern.

Um diese Mädchen und Jungen kümmern sich seit Beginn dieses Monats 103 Erzieher/innen. Davon sind 88 aktiv, der Rest befindet sich in der Freizeitphase der Altersteilzeit oder im Mutterschutz.

Mehr Kinder bedeutet auch, dass mehr Erzieher/innen nötig sind. Deshalb, so hatte es die VG-Bürgermeisterin angekündigt, gibt es seit Montag in der Jübarer Kita eine neue Kraft. Für Oktober sind zwei weitere Neueinstellungen geplant, wovon eine Stelle auf die Kita in Altensalzwedel und die andere Stelle auf die Kita in Beetzendorf entfallen soll. Sollte es der Betreuungsschlüssel notwendig machen, und darauf deutet gegenwärtig alles hin, wird es im Dezember "voraussichtlich" sogar noch eine Neueinstellung geben. Dann wären es alles in allem 106 und somit sechs Erzieher/innen mehr als im Januar.

Die Änderung des Kinderförderungsgesetzes vor knapp einem Jahr bedingt, dass die Kita-Satzungen angepasst werden müssen. Wie Christiane Lüdemann sagt, wird dieses Thema die politischen Gremien im Herbst und Winter beschäftigen. Bei der Gelegenheit soll zudem die finanzielle Situation beleuchtet und angeschaut werden, ob die Beiträge in ihrer jetzigen Form beibehalten werden können.

In diesem Zusammenhang sind die positiven Belegungszahlen jedoch ein angenehmer Nebeneffekt, weil dadurch die Betriebskosten der Einrichtungen sinken.

Darüber hinaus ist Christiane Lüdemann froh und erstaunt darüber, dass es einen großen Bedarf an Krippenplätzen gibt. Daran ist nämlich zu erkennen, dass viele Mütter berufstätig sind.

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