Während das Durcheinander bei der Einsatzalarmierung bei den Wehren der Verbandsgemeinde für Ärger sorgt, bleibt man in der zuständigen Leitstelle in Stendal gelassen. Das Einarbeiten der vor einem Jahr gemeldeten Daten dauere eben seine Zeit, heißt es.

Beetzendorf l Seit fast einem Jahr warten die Feuerwehren der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf darauf, dass die an die Leitstelle nach Stendal übermittelte Alarm- und Ausrückeordnung endlich vollständig ins System eingespeist wird. Da dies noch immer nicht geschehen ist, kam es zu zahlreichen Fehlalarmierungen, die für Verärgerung bei den Brandbekämpfern sorgten (Volksstimme berichtete).

Beim Landkreis Stendal, der für die neue Integrierte Leitstelle (ILS) Altmark verantwortlich ist, ist man sich allerdings keiner Schuld bewusst. Es gebe eben "eine gewisse Bearbeitungszeit", erklärte Pressesprecher Edgar Kraul auf Nachfrage der Volksstimme. Das Einpflegen der Daten sei "kein einmaliger Vorgang, der per Stichtag erledigt ist". Vielmehr würden die Alarm- und Ausrückeordnungen aller Gemeinden für sämtliche Wehren ständig geändert und aktualisiert. Warum jedoch die von der VG übermittelten Daten vom November 2013 noch immer nicht vollständig eingepflegt wurden, dazu gab es keine konkrete Auskunft.

Auch Personalprobleme sieht der Landkreis Stendal in Bezug auf die Leitstelle keine. Es gebe einen Systemadministrator, der für die Datenpflege zuständig ist. Allerdings würden die Arbeiten nicht nur von diesem, sondern von mehreren Personen ausgeführt. Umso unverständlicher ist da allerdings die lange Bearbeitungszeit der VG-Daten.

Auf Nachfrage der Volksstimme, wann denn die geänderte Alarm- und Ausrückeordnung endlich vollständig in das System der Leitstelle übertragen ist, wollte sich der Pressesprecher nicht festlegen. Nur soviel: "Änderungen werden nach Eingang in der Leitstelle so bald wie möglich eingepflegt", erklärte Edgar Kraul.

Die ILS Altmark arbeite für den gesamten Bereich mit Alarm- und Ausrückeordnungen. In diesen seien die vorgeschriebenen Hilfsfristen sowie die notwendigen Kräfte- und Mittelanforderungen beachtet, so dass die erforderliche Hilfe im Ernstfall gewährleistet werden könne. Durch die Gemeinden gemeldete Änderungen würden laufend eingepflegt, betonte der Pressesprecher. Im Fall der VG Beetzendorf-Diesdorf scheint sich diese Arbeit offenbar zu einem Dauerlauf zu entwickeln.