Noch in diesem Jahr plant Jens Passier, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Klötze, rund 640000 Euro in die Erneuerung und Instandhaltung von Wohnungen im Stadtgebiet und den umliegenden Dörfern zu investieren.

Klötze l Über eine halbe Million Euro - rund 640000 Euro - sollen noch in diesem Jahr in die Sanierung und Instandhaltung von Wohnungen in und um Klötze aufgewendet werden, berichtete der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Klötze (Wobau), Jens Passier, im Gespräch mit der Volksstimme.

Noch in diesem Jahr sollen die Sanierungsarbeiten in der Salzwedeler Straße 33 b und c beginnen. Dort werden 12 von insgesamt 14 Wohnungen mit Balkonen ausgestattet. Das Dach und die Fassade sollen ebenfalls saniert werden. Kosten insgesamt: rund 320000 Euro. "Eine Umlage auf die Mieter findet zwar statt, aber nicht in der Höhe, wie es gesetzlich möglich wäre", sagte Jens Passier. Ende April hat die Wobau bereits die Bewohner über die geplanten Arbeiten am Objekt informiert. Ursprünglich sollten die Balkone an den Wohnzimmern zur Salzwedeler Straße hin angebracht werden. "Auf Wunsch der Mieter werden die Balkone jetzt aber vor den Küchen zur Hofseite hin installiert", erzählte der Geschäftsführer. In diesem Fall werden die Balkone etwas größer ausfallen, um sie an die Fenster anzupassen.

320000 Euro fließen in Instandhaltung

Für die Instandhaltung von Wohnungen in Klötze und den umliegenden Ortschaften sollen ebenfalls rund 320000 aufgewendet werden. Mit dem Geld werden Bäder, Elektro-Anlagen, teilweise Bodenbeläge und Zimmertüren ausgetauscht. Bäder werden neu gefliest.

Weitere Erneuerungen seien Am Bahnhof in Kusey geplant. "Ein Treppenaufgang sollte bereits im vergangenen Jahr gemacht werden und wird nun erneuert", informierte Passier. Das Treppenhaus bekommt einen neuen Anstrich, und es werden neue Wohnungstüren eingebaut.

Einige Einzelheizungen sollen noch ausgetauscht werden. "Diese Woche stehen drei Stück auf dem Plan."

Auf der Agenda der Wobau steht in diesem Jahr auch die Sanierung von Steigleitungen und Verteilungen für Warm-, Kalt- und Zirkulationsleitungen. "Damit haben wir schon 2008 begonnen und werden die Arbeiten weiter fortführen", so Passier.

Für die Mieter der Wobau in den Gebieten Am Hegefeld, An der Wasserfahrt, am Zichtauer Weg sowie der August-Bebel-Straße und der Salzwedeler Straße werde es eine Änderung durch den Abschluss neuer Kabelverträge mit Kabel Deutschland geben. "Die Kabelgebühren werden wir in Zukunft über die Betriebskosten abrechnen", erklärte der Geschäftsführer. In den nächsten Wochen sollen die Steckdosen für die Anschlüsse durchgemessen werden, um die Qualität sicherzustellen. "Darüber werden wir die Mieter aber noch rechtzeitig durch Aushänge informieren."

In allen Wohnungen werden bis zum Ende des Jahres Rauchmelder angebracht. "Mit dem Anbringen der Rauchmelder lassen wir auch gleich teilweise die Heizkostenverteiler im Stadtgebiet wechseln."

Nur zum Thema Müllplätze gibt es keine Veränderungen. Die Gestaltung des Müllplatzes An der Wasserfahrt 30 soll noch offen bleiben. "Wir müssen erst abwarten, was der Landkreis uns vorgibt, zudem wissen wir noch nicht, wie es sich mit der Bio-Tonne verhalten wird", sagte Passier. Der Sperrmüll sei an manchen Stellen nach wie vor ein Problem: " Momentan sind wir mit der Stadt und der Wohnungsbaugenossenschaft im Gespräch, um das Problem zu entspannen."

Beispielsweise gab es am Garagenkomplex Zichtauer Weg Irritationen. "Sperrmüll darf nur an Grundstücken rausgestellt werden, die bewohnt sind, sonst wird er nicht abgeholt", mahnte Jens Passier.

Wobau plant vorerst keine Rückbaumaßnahmen

Zum Thema Rückbau versicherte der Geschäftsführer, dass in der nächsten Zeit keine Maßnahmen geplant seien. Doch Passier sagte auch, dass "die Bevölkerungszahl tendenziell sinkt, deshalb wird das immer ein Thema bleiben". Der Bedarf an Wohnungen in Klötze werde jedoch immer da sein. Besonders kleine Wohnungen seien zur Zeit stark gefragt, aber auch Vierzimmerwohnungen und größere für Familien mit Kindern. "Auf lange Sicht geht die Tendenz aber eher zu den kleinen Wohnungen."

Die letzten Rückbaumaßnahmen fanden zwischen 2004 und 2007 Am Hegefeld, an der Neustädter Straße und An der Wasserfahrt statt. Insgesamt mussten 47 Wohneinheiten vom Markt genommen werden. Seitdem erfolgte jedoch kein weiterer Rückbau mehr.

Es werde nicht nur, wie angekündigt, in die Sanierungen und Instandhaltungen investiert. "Wir bemühen uns auf Wunsch der Mieter auch, Wohnungen und Bäder so umzubauen, dass die Bewohner möglichst lange dort wohnen bleiben können", erläuterte Jens Passier und nannte als Beispiel den Austausch von Badewannen gegen ebenerdige Duschen.

Am 7. August ist übrigens wieder ein Mieterfest, das gemeinsam mit der Wohnungsbaugenossenschaft ausgerichtet wird, geplant. "Natürlich sind alle Bewohner der Häuser und Gäste von 14 bis 18 Uhr eingeladen, mit uns auf der Freifläche An der Wasserfahrt, der sogenannten Festwiese, die Festlichkeiten zu genießen", lädt Jens Passier zum Kommen und Verweilen ein. Für die Organisation des Festes ist die Wohnungsbaugenossenschaft zuständig.